Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Landeskirche hilft italienischen Krankenhäusern
26 März 2020
Landeskirche reagiert auf Spendenaufruf italienischer Lutheraner
DRESDEN – Die sächsische Landeskirche unterstützt mit 15.000 Euro aus dem Soforthilfefonds drei italienische Krankenhäuser in Bergamo, Genua und Neapel. Damit reagiert das Landeskirchenamt auf Bitte des sächsischen Pfarrers Heiner Bludau, vormals Grumbach (Haus der Stille), der als Dekan der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) seit mehreren Jahren in Italien arbeitet. Er übermittelte ein Schreiben der lutherischen Kirche in Italien, die als Zeichen der Solidarität und Diakonie die Spendenkampagne "Gemeinsam gegen Covid-19" gestartet hat.
Die ELKI fühlt sich mit dem Evangelischen Krankenhaus Bethanien in Neapel und dem Internationalen Evangelischen Krankenhaus in Genua in besonderer Weise verbunden, da die Gemeinden vor Ort diese Krankenhäuser mittragen. Außerdem bittet sie auf Anregung der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Venedig um Hilfe für das Ospedale Giovanni XIII in Bergamo, das sich derzeit in einer besonders schwierigen Lage befindet.
Es ist das größte Krankenhaus in Bergamo. Die Lombardei und insbesondere die Provinz Bergamo sind die am härtesten von der COVID-19 Pandemie betroffenen Gebiete mit den meisten Todesopfern in Italien. Die Spenden werden verwendet, um wichtige individuelle Schutzvorrichtungen sowie Beatmungsgeräte zu kaufen.
Ebenfalls benötigt das Evangelische Internationale Krankenhaus von Genua entsprechende Geräte. Am zweiten Standort des Krankenhauses in Genua Voltri wurden insgesamt 250 neue Betten, darunter auch intensivmedizinische Therapieplätze für Covid-19-Patienten zur Verfügung gestellt.
Das Evangelische Krankenhaus Bethanien in Neapel, seit jeher ein Bezugspunkt für die gesamte Region Kampanien, benötigt dringend sowohl menschliche als auch instrumentelle Ressourcen, um weiterhin Hilfe und Pflege zu gewährleisten. Ein Teil des Krankenhauses ist anstelle der derzeit geschlossenen Ambulatorien ausschließlich der Behandlung von mit Coronavirus infizierten Patienten vorbehalten. Gleichzeitig verpflichten sich das Krankenhaus und sein gesamtes Personal auch weiterhin jene Patienten zu unterstützen, die andere Pathologien aufweisen.
Die sächsische Landeskirche ruft zur Hilfe für die Evangelisch-Lutherische Kirche Italien auf, die alle Vorgaben der Regierung zur Eindämmung des Virus in Italien unter dem Hashtag #ichbleibezuhause unterstützt. Die Gottesdienste sind ausgesetzt und die Pfarrerinnen und Pfarrer versuchen auf jede mögliche Weise von zuhause aus, ihren Gemeinden nahe zu sein. Die ELKI will aber über die spirituelle Betreuung und Hilfe hinaus auch all jene konkret unterstützen, die sich unermüdlich und rund um die Uhr im Kampf gegen die Pandemie engagieren.
Es können alle, aber auch nur jeweils ein Krankenhaus unter den folgenden Konto-Verbindungen unterstützt werden:
Evangelischen Krankenhaus Bethanien in Neapel:
https://www.gofundme.com/f/aiutiamo-ospedale-evangelico-villa-betania-napoliFür Spenden über Banküberweisung
Ospedale Evangelico Villa Betania
Via Argine n. 604
80147 Ponticelli (Napoli)
amministrazione@ospedalebetania.itFondazione Evangelica Betania
Iban: IT49O 03069 09606 100000105615
BIC: BCITITMMXXXInternationalen Evangelischen Krankenhaus in Genua:
https://www.gofundme.com/f/donazione-covid19-ospedale-evangelico-di-voltri
Für Spenden über Banküberweisung
Ospedale Evangelico Internazionale
Salita Superiore San Rocchino, 31/A
16122 Genova
segreteria.direzione@oeige.orgIBAN: IT49 L061 7501 4060 0000 2362 790
BIC: CRGEITGG106
Verwendungszweck: Emergenza Covid 19
- Krankenhaus GIOVANNI XIII in Bergamo:
https://www.cesvi.org/dona-ora/?donation_type=1&amount=75&cid=160&ref_id=10083
Für Spenden über Bankküberweisung
ASST Papa Giovanni XXIII - Ospedale di Bergamo
Piazza OMS – Organizzazione Mondiale della Sanità, 1
24127 Bergamo
protocollo@asst-pg23.itAzienda Socio Sanitaria Territoriale Giovanni XXIII
IBAN: IT52Z0569611100000012000X95
BIC: POSOIT2105E
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte entweder an die beiden Krankenhäuser oder senden Sie eine E-Mail an diaconia@chiesaluterana.it.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.