Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Landeskirche eröffnet 28. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“


24 Feb. 2023

Berufsbildung fördern – Armut vermeiden!

DRESDEN - In der sächsischen Landeskirche startet die 28. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“. Sie wird am kommenden Sonntag, 26. Februar, um 9:30 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Dresdner Martin-Luther-Kirche eröffnet. Die Predigt hält der Referent für ökumenische Beziehungen im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Friedemann Oehme. Der Dresdner Verein Grenzgänger e.V., dessen Geschichte eng mit der Evangelischen Hochschule in Dresden verbunden ist, wird im Gottesdienst das diesjährige Förderprojekt vorstellen.

Die Spenden und Kollekten der diesjährigen Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ kommen einem Projekt in Litauen zugute. Es wurde von ehemaligen litauischen Studierenden der Dresdner Evangelischen Hochschule (ehs) ins Leben gerufen. Sie haben in Musninkai, einem Ort rund 50 Kilometer nordwestlich der litauischen Hauptstadt Vilnius, den „Drachenflieger“-Treff für Kinder aus benachteiligten Familien gegründet. Die Arbeit wird seit Gründung des Treffs 2013 von Grenzgänger e.V. unterstützt, zu dessen Zielen die Förderung der Jugend- und Sozialarbeit in (ost-)europäischen Ländern zählt.

Die erste Generation, die den Treff besuchte, hat das Schulleben mittlerweile hinter sich. So rückt für das „Drachenflieger“-Team der oft schwierige Übergang ins Berufsleben in den Blick. Oft ist der Weg vorgezeichnet: kein Schulabschluss, keine Ausbildung, Gelegenheitsjobs, Armut. Über „Hoffnung für Osteuropa“ soll das Projekt „Gezielte Hilfe für eine Berufsperspektive und ein selbstbestimmtes Leben“ gefördert werden.

Zum einen sollen Jugendliche finanzielle Unterstützung, z.B. für Lernmaterialien oder Unterkunft erhalten. Zum anderen ist eine Fortbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geplant. Dort geht es darum, wie bei Jugendlichen aus benachteiligten Familien Selbstbewusstsein und Durchhalte-vermögen gefördert werden können. Das Projekt leistet Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Jugendlichen später auf eigenen Füßen stehen.

Der Vorsitzende des Grenzgänger e.V., Torsten Erler, sagt: „Eine Berufsausbildung bietet die Chance, den Kreislauf von Armut, Gelegenheitsarbeit und Suchterkrankung zu durchbrechen. Fachkräfte sind auch in der litauischen Provinz gefragt. Es besteht nicht mehr die Notwendigkeit, in Mittel- und Westeuropa Arbeit zu suchen. Die nächste Generation Kinder kann so mit ihren Eltern aufwachsen.“ 

Mit einem Teil der Spenden seien Basisschulungen für Erziehende und Lehrende zu den Themen Missbrauch, Verwahrlosung, Sucht und Traumatisierung geplant. Neben der oft armen Landbevölkerung lebten auch viele ukrainische Kriegs-flüchtlinge in der Region Musninkai. „Pädagogen benötigen Hintergrundwissen und Handwerkszeug zum Umgang mit Kindern mit diesen Erfahrungen“, so der Vereinsvorsitzende.

„Hoffnung für Osteuropa“ ist eine gemeinsame Sammelaktion von Landeskirche und Diakonie. Die einstmals bundesweite Spendensammlung wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren wird sie dezentral in einem großen Teil der evangelischen Landeskirchen weitergeführt. Innerhalb von „Hoffnung für Osteuropa“ wurde in Sachsen in den vergangenen Jahren Geld für soziale Projekte unter anderem in Weißrussland, Russland und Rumänien gesammelt.

Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“,
KD Bank – Bank für Kirche und Diakonie,

IBAN:  DE20 3506 0190 0100 1004 44, BIC: GENODED1DKD

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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