Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Landeskirche auf dem IHK-Aktionstag Ausbildung


28 Sept. 2025

Ein voller Erfolg - die Landeskirche auf dem IHK-Aktionstag Ausbildung

Am Samstag, den 27. September 2025, fand auf dem Gelände der IHK Dresden der Aktionstag Ausbildung statt. Auch die Landeskirche war mit einem Stand vertreten und präsentierte die Bereiche Friedhofswesen und Verwaltung. Daneben beriet sie zu Berufen in Kirche und Diakonie.

Das Angebot stieß auf großes Interesse: Junge, engagierte Mitarbeitende vom Striesener Friedhof sowie der Verwaltung der Landeskirche informierten Schülerinnen und Schüler zu Praktikumsmöglichkeiten, Ausbildungsperspektiven, Berufsprofilen und Arbeitsalltag.

Besonderer Anziehungspunkt am Stand war die Mitmach-Aktion „Blumenmeer“, die sich wie ein Lauffeuer unter den Besucherinnen und Besuchern des Aktionstages Ausbildung herumsprach. Unter Anleitung des Friedhofspersonals banden die Jugendlichen kleine Sträuße, die sie anschließend bei ihrem weiteren Bummel über das Messegelände mit sich trugen – ein farbenfrohes Bild, das zugleich Werbung für den Stand der Landeskirche war. Ein malerisch mit Blumen und altem Gartengerät bestückter Leiterwagen, der als Fotomotiv eines jeden Hochglanzgartenmagazins würdig gewesen wäre, setzte Akzente in der Standgestaltung, ergänzt durch die symbolische Präsentation eines blumengeschmückten Holzsarges und einer Schmuckurne, die dekorativ auf einer von Seegras umgebenen Holzstele stand. Die offene und zugewandte Beratung des jungen Friedhofsteams sorgte dafür, dass auch diese Exponate in einem sachlichen Rahmen wahrgenommen wurden. So entstand eine Gesprächsatmosphäre, die Raum für echte Fragen und ehrliche Antworten bot.

Im Verwaltungsbereich lockte als Mitmach-Aktion ein eigens für den Ausbildungstag entworfenes Verwaltungsspiel, das Einblicke in Verwaltungsabläufe vermittelte. Durch den Ablauf des Spiels führte ein Mitarbeiter der landeskirchlichen Verwaltung, der zugleich auf alle Fragen zu Ausbildung und Studienmöglichkeiten im Bereich der landeskirchlichen Verwaltung anschaulich Auskunft gab. Als Anerkennung für die Spielteilnahme erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner eine Tasse mit dem Logo der Landeskirche - und nahmen gleichzeitig ein spielerisch-vergnügliches Bild vom Verwaltungsalltag mit.

Besonders eindrücklich war der Peer-to-Peer-Charakter der Beratung: Der geringe Altersunterschied zwischen den jungen Mitarbeitenden und den interessierten Schülerinnen und Schülern schuf eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen. So konnten die Beratenden nicht nur kompetent informieren, sondern auch „aus dem Nähkästchen plaudern“. Mit frischen Eindrücken aus Ausbildung und Arbeitsalltag beantworteten sie Fragen detailliert und begeisternd. Die jugendliche Begeisterung und der Elan des Standpersonals entfalteten ihre mitreißende Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler. Der Funke sprang über – und entfachte Neugier, Interesse und Begeisterung auf Seiten der Besuchenden.

Diese spürbare Liebe zum Beruf zeigte sich nicht zuletzt in einem stillen Moment am Ende des Messetages: Als die junge Friedhofsmitarbeitende die verwelkten Blüten in der Standdekoration liebevoll entfernte, spiegelte sich darin dieselbe Haltung, die den ganzen Tag geprägt hatte – Glaube, Hingabe und Freude am eigenen Tun.

So hinterließ der Stand der Landeskirche am Aktionstag Ausbildung nicht nur bleibende Eindrücke bei den Besucherinnen und Besuchern, sondern vermittelte auch: Beruf ist mehr als Arbeit – er ist Berufung, auch in den Bereichen Friedhof und Verwaltung.

Kontakt und Beratung:
Nachwuchsgewinnung am Landeskirchenamt:
Dr. Katrin Ankenbrand
Katrin.Ankenbrand@evlks.de | Tel.: 0351 4692-253

Vier Personen vom Team der Landeskirche vor dem Stand.
Das Standteam: Dr. Katrin Ankenbrand, Oberkirchenrätin Antje Pech und zwei Mitarbeitende des Striesener Friedhofs
Ein Mitarbeiter des Friedhofs spricht mit Besuchern des Aktionstages, im Vordergrund ein Sarg mit Blumenschmuck als Ausstellungsstück
Beratung am Stand der Landeskirche

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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