Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kundgebung auf Einladung der Kirche in Chemnitz


02 Sept. 2018

„Wir in Chemnitz – aufeinander hören, miteinander handeln“

CHEMNITZ – Mit einer Versammlung auf dem Chemnitzer Neumarkt vor dem Rathaus wollte die evangelisch-lutherische Kirche am Sonntagnachmittag ein Angebot schaffen, um gegen Hass und Gewalt ein respektvolles Miteinander in der Stadt anzumahnen. Unter dem Motto „Wir in Chemnitz – aufeinander hören, miteinander handeln“ suchten die Organisatoren den Schulterschluss mit der Stadt Chemnitz, anderen Konfessionen und Religionen sowie Vertretern von Einrichtungen, Vereinen und Verbänden aus Gesellschaft und Kultur.

Zur Versammlung kamen rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger, die ein Zeichen setzen wollten für Gewaltlosigkeit, Respekt, Problembewusstsein, für Dialog, Demokratie, Recht und für Barmherzigkeit. Begleitet wurden die Redebeiträge von Superintendent Frank Manneschmidt und Pfarrer Stephan Brenner, der die Kundgebung angemeldet hatte, musikalisch durch Posaunenchor, Chor- und Instrumentalmusik auf der Bühne. Grußworte gab es gleich zu Beginn von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Für Landesbischof Dr. Carsten Rentzing erfordere es Mut, die notwendige Zuversicht zu behalten, auch wenn das nach all den Ereignissen in Chemnitz schwer fallen möge. Zudem erfordere es Mut, Anstand und Würde zu bewahren, auch wenn Zorn über sinnlose Gewalt das Herz erfülle. „Es erfordere Mut den Botschaften des Hasses und der Unbarmherzigkeit immer wieder die Botschaft der Versöhnung entgegen zu halten“, sagte der Landesbischof in Chemnitz. Bereits vor genau einer Woche war er mit seinem katholischen Amtskollegen zum Ökumenischen Gottesdienst aus Anlass der 875-jahr-Feierlichkeiten in der Stadt.

Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen verlief diese Veranstaltung auf dem Markt ruhig und sie wurde von manchen als bewegend erlebt. So gab es keine Störungen oder plakative Provokationen. Das Konzept einer friedlichen Demonstration für mehr Respekt und Würde zeigte auch, wie es anders gehen kann in einer Stadt, die sich  als modern und weltoffen versteht.

Infos auch bei lutheranworld

Menschen auf der Kundgebung
Am 2. September auf dem Chemnitzer Neumarkt
Bühnenprogramm auf der Kundgebung
Bühnenprogramm mit Chor
Landesbischof Dr. Rentzing spricht zu den Teilnehmern
Landesbischof Dr. Rentzing spricht von der Bühne aus

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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