Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kulturhauptstadt-Pfarrer in Chemnitz


27 Dez. 2021

Chemnitz ist 2025 Europäische Kulturhauptstadt

CHEMNITZ – Der derzeitige Jugendpfarrer im Kirchenbezirk Chemnitz, Holger Bartsch (52), wird vom 1. März 2022 an die neu geschaffene Pfarrstelle für die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 übernehmen.

Als Kulturhauptstadt-Pfarrer wird er für die Begleitung der Kirchgemeinden auf dem Weg zum Kulturhauptstadtjahr zuständig sein. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Erarbeitung einer Konzeption als Grundlage für die Arbeit der Kirchen in der Kulturhauptstadt, sowie die geistliche und praktische Unterstützung von Ehrenamtlichen, die in diesem Bereich tätig werden. Ein kirchliches Begleitprogramm für das Jahr 2025 soll ebenso erarbeitet, die Zusammenarbeit mit kommunalen Verantwortlichen fortgeführt sowie das Engagement von Künstlern initiiert und begleitet werden.

Die Pfarrstelle ist eine landeskirchliche Pfarrstelle im Rahmen der „Initiative missionarischer Aufbrüche – Kirche, die weiter geht“.

Der 1969 geborene Bartsch hat in Leipzig Evangelische Theologie studiert und war 15 Jahre Gemeindepfarrer in Hohndorf bei Oelsnitz/Erz. Seit 2012 ist er Jugendpfarrer für den Ev.-Luth. Kirchenbezirk Chemnitz.

Er sieht seine neue Pfarrstelle so: „Europäische Kulturhauptstadt zu werden ist für die Stadt Chemnitz eine wunderbare Gelegenheit, ihr Potential zu zeigen und sich weiterzuentwickeln. Schon der Bewerbungsprozess der Stadt hat mich begeistert, und nun freue ich mich, den Beitrag der Kirchen auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 aktiv begleiten und fördern zu können.“

Der Chemnitzer Superintendent Frank Manneschmidt freue sich über die Besetzung: „Es ist gut, dass sich Landeskirche und Kirchenbezirk gemeinsam engagieren, um die Kulturhauptstadt zu begleiten und voranzubringen. Besonders erfreulich ist es, dass dies auch in ökumenischer Verbundenheit mit den anderen christlichen Kirchen und Gemeinden in Chemnitz und Umgebung geschieht.“

Porträt Pfarrer Holger Bartsch (Quelle: KBZ Chemnitz)
Pfarrer Holger Bartsch
Banner Wir sind dabei für die Kulturhauptstadt

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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