Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Klimapilger erreichen Weltklimakonferenz in Katowice
07 Dez. 2018
Forderung nach Klimagerechtigkeit - Präsentation des Klimapilgerns
KATOWICE - Nach 90 Tagen und 1.770 gelaufenen Kilometern treffen die Klimapilger am heutigen Freitag, 7. Dezember, am Zielort ein. Sie erreichen Katowice, wo derzeit die 24. UN-Klimakonferenz (COP 24) stattfindet. Damit erreicht der 3. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit seinen Höhepunkt und Abschluss.
Die Pilger und Pilgerinnen werden hier am Sonnabend und Sonntag ihre Forderungen im Deutschen Pavillon um 19:00 Uhr vorstellen. Neben der Erläuterung der Ziele werden Eindrücke des langen gemeinsamen Weges in einer Diskussionsrunde ausgetauscht.
Als Referentinnen werden Christine Müller, Mitinitiatorin des Pilgerweges und Pilgerin, (Arbeitsstelle Eine Welt in der Ev. Luth. Landeskirche Sachsens) und Juliana Klengel, Koordinatorin des 3. Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit, teilnehmen.
Am Sonntag, 9. Dezember, um 13:00 Uhr wird in Katowice zum Besuch des Climate Hub&Pilger-Gottesdienst im Klub Królestwo (Rondo im. gen. Jerzego Ziętka 1) eingeladen. Hier werden Klimapilger von den Routen Bonn-Katowice sowie Vatikan-Katowice ihre Forderungen und den Weg in Wort und Film vorstellen.
Um 15:00 Uhr findet in der Christkönigskathedrale (Plebiscytowa 49a) der Ökumenische Abschluss-Gottesdienst für alle Pilger statt.
Der deutsch-polnische ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führte über 90 Tage und endet nun im polnischen Katowice. Neben den wechselnden Tagespilgern gab es auch eine feste Gruppe von Dauerpilgern, welche die gesamte Strecke gegangen sind. Seit dem Start am 9. September in Bonn haben sich bereits über 1.500 Pilger und Pilgerinnen an dem Weg beteiligt. Die Organisation auf polnischer Seite wurde vom Polnischen Ökumenischen Rat und polnischen Gemeinden aufopferungsvoll organisiert und unterstützt.
Die Pilgerinnen und Pilger gingen durch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete und besuchten besondere "Schmerzpunkte" (z.B. Hambacher Forst, Pödelwitz bei Leipzig und Lausitz) und stärkten sich spirituell an "Kraftorten" bei Gottesdiensten und im gemeinsamen Gebet. Unterwegs warben die Pilgerinnen und Pilger bei 14 Aktionstagen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen für die Forderungen des Klimapilgerwegs, u.a. nach einem gerechten und schnellen Kohleausstieg und einer ökologischen Verkehrswende.
Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird unterstützt von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen, darunter Brot für die Welt, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e.V., die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz, der Polnische Ökumenische Rat und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.