Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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„Auf der Suche nach Frieden“
13 Dez. 2023
Friedenslicht aus Bethlehem wird am 3. Advent verteilt
DRESDEN - In einer zentralen ökumenischen Aussendungsfeier in der Dresdner Kathedrale (Schloßstraße 24) am Sonntag, 17. Dezember 2023, wird das Friedenslicht aus Bethlehem weitergegeben. Dresdnerinnen und Dresdner können mit ihrer Laterne das Licht zwischen 14:00 und 19:00 Uhr abholen und mit nach Hause nehmen. Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände werden das Licht zuvor aus Wien mit dem Zug nach Deutschland begleiten.
Das in der Geburtsstadt Jesu entzündete Licht wird alljährlich zum dritten Adventswochenende an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa weitergegeben. Initiiert und unterstützt wird die Friedenslichtaktion vom Österreichischen Rundfunk (ORF). Sie steht dieses Jahr unter dem Motto: „Auf der Suche nach Frieden“. Sich für den Frieden einzusetzen ist eine Entscheidung, die nur persönlich getroffen werden kann. Der Einzelne kennt sich selbst am besten. Mit jeder Entscheidung für den Frieden wachse die Chance darauf weiter, so die Initiatoren.
In diesem Jahr erfolgt die Aussendung des Friedenslichtes zudem an der Jugendkirche in Dresden-Johannstadt. „Ich bin immer wieder beeindruckt wie ein kleines Licht so viel verändern kann. Ich verändere meine Haltung und sehe mein Gegenüber ganz neu, wenn er oder sie vom Schein der Kerze beleuchtet wird“, beschreibt Jugendkirchenpfarrer Tobias Funke seinen Eindruck. Anschließend erwartet die Besucher ein gemütlicher Ausklang auf dem „Friedenslicht-Markt“ bei Punsch, Feuer und Gebäck.
Den Markt werden verschiedene an der Verteilung des Friedenslichts beteiligte Organisatoren wie die Johanniterjugend, der Caritasverband für Dresden e.V., verschiedene lokale Pfadfinderstämme, die Dekanatsjugend sowie die Evangelische Jugend Dresden gestalten. Weitere regionale Aussendungsfeiern in den Kirchgemeinden schließen sich am Abend oder in den Tagen danach in Sachsen an.
Seit 1994 verteilen deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem und sorgen dafür, dass dieses Symbol der Hoffnung auf Frieden zu Weihnachten sachsenweit in Kirchgemeinden und Wohnzimmern, Krankenhäusern und Kindergärten, Seniorenheimen, Asylbewerberunterkünften, Rathäusern und Justizvollzugsanstalten leuchtet. Am Dreikönigstag endet traditionell die Friedenslicht-Aktion 2023.
Für den Bildungsreferenten des rdp Sachsen, Hugo-Alexander Frohn gehöre es seit vielen Jahren schon ganz selbstverständlich zum Advent: „Das Friedenslicht leuchten lassen. Kurz innehalten und nachdenken. Weihnachten ist mehr als hektisches Vorbereiten und Konsumieren. Weihnachten heißt auf die Engel hören und mit ihnen einstimmen: Frieden auf Erden.“ Auch in diesem Jahr gewinnt das Licht aus einem Land, in dem die Hoffnung auf Frieden politisch vor neuen Wegen steht, an Symbolkraft.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.