Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„Kleiner“ Aussiedlertag in Chemnitz


25 Sept. 2020

Ein kirchlicher Beitrag im Rahmen der Interkulturellen Woche

CHEMNITZ – Zu einem Aussiedlertag lädt am Sonntag, 27. September, die Bonhoeffer-Kirchgemeinde in Chemnitz (Markersdorfer Straße 79) ein. In der Kirchgemeinde besteht eine längere Tradition, sich in der Spätaussiedlerarbeit zu engagieren und Begegnungen zu organisieren.

Der zentrale und von der sächsischen Landeskirche jährlich an einem anderen Ort organisierte ‚Begegnungstag für Aussiedler‘ musste in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Geplant war das Treffen der sogenannten Russlanddeutschen für den 12. September im erzgebirgischen Dippoldiswalde.

Deshalb kommt dem Treffen im Bonhoeffer-Kirchgemeindezentrum in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu, das auch Gäste aus verschiedenen Orten Mitteldeutschlands erwartet. Der Tag ist zudem ein kirchlicher Beitrag im Rahmen der Interkulturellen Woche in Chemnitz und beginnt mit einem Gottesdienst um 9:30 Uhr.

Gestalten werden den "Kleinen Aussiedlertag", der um 9:30 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt, der Organisator, Pfarrer Jan Schober, der Ökumene-Referent im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Friedemann Oehme, und die Chemnitzer Kirchenmusikdirektorin Katharina Kimme-Schmalian.

Ebenso wirkt der junge Pfarrer Alexander Felche aus dem vogtländischen Rothenkirchen und Wernesgrün mit, der selbst aus der ehemaligen Sowjetunion stammt. Nach dem zweisprachigen Gottesdienst gibt es ein Programm zum Thema "Deutsche im Kaukasus" mit Imbiss und musikalischer Ausgestaltung.

Seit der Friedlichen Revolution 1989 sind über 2,5 Millionen Aussiedlerinnen und Aussiedler, vorwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion, nach Deutschland gekommen. Über 43 Prozent von ihnen sind evangelisch. Ihnen bei der Integration zu helfen, war und ist eine Herausforderung für die Kirchgemeinden und für die Landeskirche.

Der nächste zentrale Begegnungstag, an dem bis zu 800 Menschen teilnehmen, ist auf den 28. August 2021 verschoben worden und soll, wie in diesem Jahr geplant, in Dippoldiswalde stattfinden. An diesem Tag soll des 80. Jahrestages des Stalin-Dekrets zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gedacht werden.

(v.l.) Pfarrer Alexander Felche, Pfarrer Jan Schober, Frau Weiß (Musik), Katharina Kimme-Schmalian und OKR Friedemann Oehme, der die Predigt hielt, nach dem Gottesdienst in Chemnitz.
Pfarrer Jan Schober (r.) auf einem Aussiedlertreffen, der auch als Referent für Senioren und Generationen in der Landeskirche tätig ist.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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