Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Klein aber fein
18 Juli 2023
Neue Kleinprojekte für bessere Wanderwege-Infrastruktur in Sachsen
DRESDEN - Im Jahr 2023 werden im Freistaat Sachsen insgesamt 55 beantragte Kleinstinfrastrukturprojekte innerhalb des Kleinprojektfonds der Wander- und Pilgerakademie Sachsen finanziell unterstützt und damit deren Realisierung ermöglicht. Bis zum Ende der Antragsfrist am 12. Mai 2023 waren insgesamt 158 Anträge von gemeinnützigen Vereinen, Kirchgemeinden und Kommunen eingegangen.
Alle Anträge haben das Ziel, die Kleinstinfrastruktur entlang von Wander- und Pilgerwegen im Freistaat Sachsen zu verbessern. Das können beispielsweise der Bau von Schutzhütten oder das Aufstellen von Bänken an Verweil- und Rastplätzen sein. Mehr Sichtbarkeit in Form von Wegweisern oder Flyern sowie die Vernetzung zwischen touristischen und kirchlichen Akteuren zählen ebenfalls zu den Aktivitäten, die mit dem Kleinprojektfond unterstützt werden.
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch betont: »Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr wieder zahlreiche Projekte zum Wandern und Pilgern mit dem Kleinprojektefond finanziell unterstützen können. Wir wollen damit gezielt das Ehrenamt stärken und Nachwuchs in dem Bereich gewinnen. Ich danke allen ehrenamtlichen Wegewarten, Wanderführern und Pilgerbegleitern, die sich um den Erhalt und die Erlebnisqualität unserer sächsischen Wanderwege kümmern. Ich bin beeindruckt von dem großen Engagement vor Ort und würde mich freuen, wenn noch die eine oder andere Kirche mehr für unsere Gäste zur inneren Einkehr oder Besichtigung geöffnet werden könnte.«
Jörg Markert, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen e.V. (LTV SACHSEN), sagt dazu: »Mit den vom Landtag bereitgestellten Mitteln können wir auch in diesem Jahr zahlreiche Initiativen vor Ort unterstützen. Dafür sind wir dankbar. Die vielen Projekte sind von großem Engagement geprägt und helfen, das Wander- und Pilgerland Sachsen ein Stück besser und schöner zu machen. Insgesamt 316 Projekte und Vorhaben innerhalb von drei Jahren zeigen, der Kleinprojektefond ist für das Wander- und Pilgerland Sachsen flächendeckend ein absoluter Erfolg.«
Die entsprechenden Bewilligungsbescheide wurden in den vergangenen Tagen an die Antragsteller verschickt. Je realisiertem Infrastrukturprojekt wird ein maximaler Förderbetrag in Höhe von 2.000 Euro bereitgestellt. Zehn Prozent der Investitionskosten tragen die jeweiligen Antragsteller selbst. Für die Umsetzung der Maßnahmen haben die Antragsteller nun insgesamt sechs Monate Zeit.
Es stehen in diesem Jahr insgesamt 100.000 Euro an Fördermitteln bereit, um den Ausbau touristischer Infrastruktur im Freistaat zu unterstützen. Der Sächsische Landtag hatte beschlossen, dass auch 2023 entsprechende Steuermittel dafür eingesetzt werden.
Hintergrund:
Die 2021 ins Leben gerufene erste sächsische Wander- und Pilgerakademie bietet ehrenamtlich tätigen Wanderführern, Wegewarten und Pilgerbegleitern die Chance, sich nachhaltig zu qualifizieren. Des Weiteren ermöglicht der Kleinprojektefond Vereinen und Initiativen, eigene Vorhaben auf den Weg zu bringen. Mit den bewilligten 55 Projekten in diesem Jahr konnten seit Start des Programms insgesamt 316 Kleinprojekte mit entsprechender Förderung unterstützt und somit ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Kleinstinfrastruktur im Wander- und Pilgerland Sachsen geleistet werden.
Träger der Wander- und Pilgerakademie Sachsen in Kohren-Sahlis ist die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen (www.eeb-sachsen.de), ein Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Das Projekt wird fachlich vom LTV SACHSEN und einem Beirat begleitet. Die Arbeit wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.