Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Klangreise durch die Lausitzer Musiklandschaft
17 Juli 2018
„Hoffnung ewig. Ewig!“ – 1000 Jahre Frieden von Bautzen
BAUTZEN - Vom 20. Juli bis 5. August 2018 betritt der Lausitzer Musiksommer die große Konzertbühne. Kulturliebhaber dürfen sich auf klangvolle Highlights freuen. Dazu zählen neben einem Auftritt des Dresdener Kammerchores gleich zwei Premieren.
Unter dem Motto „Landschaften“ werden an drei Wochenenden anspruchsvolle Konzerte angeboten. Es ist nicht nur die Qualität der Veranstaltungen, die den Lausitzer Musiksommer auszeichnet. Durch die Auswahl der Künstler, Werke und Spielstätten wird konsequent ein Bezug zur Region hergestellt.
Bereits die Auftaktveranstaltung in Bautzen wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Erstmals konnte der renommierte Dresdner Kammerchor gewonnen werden. Gemeinsam mit der Sinfonietta Dresden unter Leitung von Hans-Christoph Rademann eröffnen die stimmgewaltigen Sänger das Festival am 20. Juli, um 20:00 Uhr, im Dom St. Petri.
Unter dem Titel „Hoffnung ewig. Ewig!“ werden Werke von Heinrich Schütz, Bertók, Schönberg, Kancheli und Pärt erklingen. Im Rahmen des Konzerts wird das Jubiläum „1000 Jahre Friede von Bautzen“ aufgegriffen. Die historischen Ereignisse bildeten auch die Grundlage für die aktuelle Auftragskomposition:
So wird am 28. Juli das „Friedensgebet“ von Felix Bräuer erstmals erklingen. Der aus Bautzen stammende Komponist hat eigens für den Musiksommer ein Stück für die beiden Orgeln im Dom St. Petri Bautzen geschaffen. Gelegenheiten, zwei der imposanten Instrumente gleichzeitig zu hören, sind höchst selten. In der Oberlausitz ist dieser Hörgenuss nur im Dom St. Petri möglich.
Im Verlauf des Lausitzer Musiksommers sind neben dem Bautzner Dom auch andere Kirchen Gastgeberinnen für anspruchsvolle Konzerte auf dieser Klangreise. Das Konzert von B-Five am 22. Juli um 16:00 Uhr in der Kirche in Crostau führt musikalisch abwechslungsreich in die Reformationszeit. Franko-flämische Werke treffen auf süd- und mitteldeutsche, großartige Kompositionen von Josquin Desprez auf glaubenserfüllte Texte Martin Luthers, Kirchenmusik auf weltliche Musik und die Blockflöten von B-Five auf die Silbermannorgel von Crostau.
Sie wird gespielt vom Crostauer Kantor Lucas Pohle, und B-Five ist ein junges Ensemble, das virtuose Spielfreude, intimes und klangsinnliches Musizieren vereint. Am 28. Juli wird um 19:30 Uhr in der Klosterkirche in Kamenz Barockmusik des Ensembles NeoBarock erlebbar. Hier erklingen Werke von Heinrich Ignaz Franz Bibel, Johann Rosenmüller, Marco Uccellini, Johann Jacob Walther, Philipp Heinrich Erlebach u.a.
Am selben Abend lädt um 22:00 Uhr eine Führung durch die Klosterkirche (Sakralmuseum) ein, in der die „nächtliche Klangwelt der Fledermäuse in Kamenz“ vorgestellt werden soll.
In der Klosterkirche St. Marienstern tritt am 4. August ein Chor der besonderen Art auf. Extra für den Lausitzer Musiksommer haben sich etwa 50 Sängerinnen und Sänger zusammengefunden. Seit April haben sie als Projektchor ein Programm einstudiert, das sie gemeinsam mit dem Sorbischen Kammerorchester einmalig auf die Bühne bringen werden.
Ausführliche Programminformationen: www.lausitzer-musiksommer.de
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.