Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Kirchgemeindestrukturen in der Diskussion
17 Okt. 2017
Informationstreffen im ‚Haus der Kirche|Dreikönigskirche‘ am 17. Oktober 2017
DRESDEN – Derzeit finden drei weitere regionale Veranstaltungen für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in Kirchgemeinden und Kirchenbezirken sowie interessierte Gemeindeglieder statt, in denen verschiedene Modelle für zukünftige Kirchgemeindestrukturen vorgestellt werden. Nach entsprechend gut besuchten Info-Runden im vogtlängischen Rodewisch, in Leipzig und Löbau Mitte September, begann die zweite Runde am 16. Oktober in Chemnitz und setzte sich am heutigen Dienstag in Dresden fort. Beschlossen wird die Veranstaltungsreihe in der Döbelner St. Nikolaikirche am morgigen 18. Oktober. Mit den jetzt 1.200 Teilnehmenden an den drei Orten, haben sich insgesamt 2.134 Personen beteiligt. Am heutigen Abend in der Dresdner Dreikönigskirche nahmen, wie sonst auch, Landesbischof Dr. Carsten Rentzing, Synodalpräsident Otto Guse, Vertreter des Landeskirchenamtes sowie zahlreiche Synodale teil.
Hintergrund dieser Veranstaltungen ist das von der Kirchenleitung im Oktober 2016 beschlossene Konzept „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“, das der Landessynode im Frühjahr 2017 vorlag. Mit der Drucksache 119 hat die Landessynode einen Entscheidungsfindungsprozess zur Strukturreform beschlossen, indem die von Synode angeregte Diskussion in die Breite getragen werden soll. Neben der Erläuterung des Papiers „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“ durch Vertreter des Landeskirchenamtes, wurden und werden auch das sogenannte „Pfarrei-Modell“, das „Modell der 28-33 Kirchenbezirke“ und das Hannoversche Modell – vorgestellt und diskutiert.
Das Ziel der Veranstaltungen ist es, dass Haupt- und Ehrenamtliche in Kirchgemeinden und Kirchenbezirken, Mitglieder der Landessynode und Vertreter des Landeskirchenamtes miteinander darüber ins Gespräch kommen, welche Strukturen für die Kirche vor Ort sinnvoll und zukunftsfähig sind. Die Landessynode hat sich selbst das Ziel gesetzt, im Herbst 2017 über die Kirchgemeindestrukturen zu entscheiden. So wahrscheinlich nach Vorüberlegungen von Freitag, 17. November bis Sonntag, 19. November, nach Einführung in die Strukturmodelle, Vorstellung eines Struktur-Kriterienkatalogs und späteren Beratungen im Plenum der Synode.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.