Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Kirchgemeinde dankt für Unterstützung
27 Aug. 2023
Der schreckliche Brand behält nicht das letzte Wort
GROSSRÖHRSDORF – In einem im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz verbreiteten Dankesschreiben bezieht sich die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Großröhrsdorf-Kleinröhrsdof auf die große Hilfsbereitschaft, die Gebete sowie die Unterstützung mit Spendenaktionen und Kollekten-Sammlungen nach dem verheerenden Brand ihrer Stadtkirche am 4. August 2023.
Nach der Zerstörung der wertvollen Barockkirche „waren wir völlig verzweifelt, ohnmächtig und hilflos. In solchen Momenten denkt man, die Welt bleibt stehen“, schildert Pfarrer Stefan Schwarzenberg in Großröhrsdorf die Schocksituation und den Schmerz. Die „großartige Welle der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft“ habe das „trauriges Herz erwärmt“.
Zudem habe der Zusammenhalt der Verantwortlichen in Kirchgemeinde und Kommune und die Bereitschaft, gemeinsam zu handeln, zur Stärkung der Gemeinde beigetragen, so dass der Entschluss gefasst wurde, die Stadtkirche in Großröhrsdorf neu aufzubauen. So behalte der schreckliche Brand nicht das letzte Wort, heißt es im Rundschreiben weiter. Der Weg bis zur Einweihung eines neuen Gotteshauses sei aber noch weit. Die Gemeindearbeit gehe aber weiter, so der Pfarrer.
Beispiel dafür sind Veranstaltungen wie der 26. „Hofschwof“, zu dem die Kirchgemeinde am 3. September um 14:30 Uhr auf den Pfarrhof Großröhrsdorf mit Programm für Jung und Alt einlädt. Zuvor findet auf der Pfarrwiese um 13:00 Uhr ein Schulanfängergottesdienst statt. Am Vorabend, 2. September, um 19:30 Uhr spielt die Musikgruppe „Saitensprung“ groovige Livemusik im Pfarrhof (Zum Kirchberg 10).
Veranstaltungs-Tipp: Benefizkonzert am 22. September um 19:00 Uhr in der Turnhalle Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium mit verschiedenen Musikensembles der Region.
https://www.kirche-grossroehrsdorf.de/
Spendenkonto:
Ev. Luth. Kirchgemeindebund Massenei
IBAN: DE 14 8509 0000 5939 9810 30
Volksbank Großröhrsdorf
Verwendungszweck: Brand Stadtkirche Großröhrsdorf
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.