Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kirchentage auf dem Weg ins Festwochenende


27 Mai 2017

Ehrenamtliche Ordner des Kirchentages sorgten für reibungslose Abläufe

LEIPZIG - Musik und Kunst, Ökumene, Integration und Pluralität sind die inhaltlichen Kernthemen des Kirchentages auf dem Weg in Leipzig, der unter dem Motto: „Leipziger Stadtklang: Musik. Disput. Leben.“ steht. „Wir erleben einen schönen, lebendigen Kirchentag auf dem Weg in Leipzig – mit einem starken Zeichen der Ökumene im Jahr des Reformationsjubiläums – und allein 2.000 Menschen, die den ökumenischen Himmelfahrtsgottesdienst zum Auftakt besucht haben“, sagt Landesbischof Dr. Carsten Rentzing.

„Einen Kirchentag auf dem Weg, der die Pluralität von Kirche zeigt – und beispielsweise mit dem Aussiedlertag in besonderer Weise auch die integrative Kraft der Kirche deutlich macht. Und es freut mich natürlich auch, dass wir viele Menschen erreichen, sich viele beteiligen, Interesse wecken auch bei kirchenfernen Menschen.“

Es ist ein Kirchentag auf dem Weg mit vielen Diskussionen, die den Kirchentag beispielsweise bei den stark nachgefragten Kneipengesprächen in die Stadtteile gebracht hat. Und es sind gerade diese kleineren Formate, die in den inhaltlichen Diskussionen eine unmittelbare Augenhöhe ermöglichen und dem Kirchentag auf dem Weg eine besondere Intensität geben. Zugleich ist es auch ein Kirchentag auf dem Weg der großen Formate. Allein zu der ersten von zwei Inszenierungen der Reformationsperformance „Zum Licht“ des Künstlers Falk Elstermann auf dem Marktplatz kamen rund 3.000 Zuschauer.

Die Kammeroper „Katharina von Bora“ auf dem Augustusplatz erlebten 2.000 Menschen. Eben dort spielten gestern auch 3.000 Musiker bei der Begrüßung der Posaunenchöre. „Wir sind begeistert und dankbar für das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die die 500 Veranstaltungen des Kirchentages auf dem Weg erarbeitet und so hervorragend umgesetzt haben“, sagt Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer. Organisationsleiter Rolf Roth lobte insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der Polizei und den Behörden. Zudem hätten die ehrenamtlichen Ordner des Kirchentages für reibungslose Abläufe gesorgt. Und nicht zuletzt die Besucher der großen Veranstaltungen: „Trotz Manchester – und trotz Meldungen zu einer erhöhten Terrorgefahr haben sich die Besucher der Veranstaltungen sehr umsichtig und ruhig verhalten.“

Getrübt wird der Gesamteindruck von der Zahl der Teilnehmenden. „Wir haben auf das Dreifache der Zahlen hingearbeitet“, sagt Hartwig Bodmann, Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläums 2017. Die Zahl der ausgegebenen Karten (Dauerkarten, Tageskarten, Einzelveranstaltungskarten) sowie der inhaltlich wie organisatorisch Mitwirkenden liegt in Leipzig bei 15.000 Karten. Das Interesse an den Veranstaltungen in Leipzig ist gleichzeitig sehr viel höher: gerade bei den Open-Air-Veranstaltungen und den kleinen Diskussionsrunden kamen gestern fast 16.000 Menschen zusammen. Für heute werden rund 20.000 Menschen in 264 Veranstaltungen erwartet.

Ganz ähnlich ist es bei den übrigen Kirchentagen auf dem Weg. Für Julia Junge, Koordinatorin des Kollegiums für die Kirchentage auf dem Weg, macht genau dies aber auch einen wichtigen Aspekt aus: „Wir haben eine besondere Konzentration, Ernst- und Leidenschaftlichkeit in kleinen Gesprächsveranstaltungen und Begegnungen von Angesicht zu Angesicht erlebt.

Vielfach war das auch genau die Besonderheit der Kirchentage auf dem Weg, die die Teilnehmenden der Kirchentage auf dem Weg gesucht, gefunden und genutzt haben.“
Und Antje Rademacker, Programmleiterin des Kirchentages auf dem Weg in Leipzig ergänzt: „Auch bei weniger gut frequentierten Veranstaltungen waren die Besucher – und die Akteure – im Anschluss sehr zufrieden.“
In den Programmheften für alle acht Kirchentagsstädte auf dem Weg wurden und werden über 2.000 Einzelveranstaltungen angeboten. Die Teilnehmendenzählung in allen Einzelveranstaltungen hat in der Summe für Donnerstag mehr als 50.000 Teilnehmende ergeben und für Freitag mehr als 60.000 Teilnehmende. Für den heutigen Samstag werden insgesamt 70.000 Teilnehmende erwartet.

Hochgerechnet auf die noch ausstehenden Veranstaltungen am Samstag dürften alle Einzelveranstaltungen in Summe von 180.000 Personen besucht worden sein. Allein in Leipzig wird sich diese Summe auf 41.000 Menschen addieren. Die größte Einzelveranstaltung in den Kirchentagsstädten auf dem Weg mit 6.000 Teilnehmenden war die Flussinszenierung „Unseres Herrgotts Kanzlei“ mit Schiffsprozession in Magdeburg.

Deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist die Zahl der tatsächlich ausgegebenen Karten sowie der inhaltlich sowie organisatorisch Mitwirkenden mit insgesamt 41.700 (inklusive der Prognose für den heutigen Samstag). „Der Zuspruch von Teilnehmenden in Gottesdiensten, Open-Air-Konzerten, Kinder- und Jugendzentren und experimentellen Formaten war relativ hoch“, sagt Hartwig Bodmann, Geschäftsführer des Reformationsjubiläums 2017 e.V., „allerdings gab es hier eine recht geringe Bereitschaft, Eintrittskarten zu kaufen. Inhaltlich und atmosphärisch waren die Veranstaltungen der Kirchentage auf dem Weg ein Erfolg.

reformation2017

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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