Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Kirchenmusiktagung auf Schloss Colditz
15 Okt. 2023
#zukunftsingen - Kirchenmusik im Spiegel der Gesellschaft
COLDITZ – Zu einem umfangreichen Programm mit Fachvorträgen und Berichten, einem Podiumsgespräch, einem kirchenmusikalischen Erfahrungsaustausch, Workshops und einem Konzert in der Colditzer Stadtkirche sind alle haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker vom 17. bis 19. Oktober auf Schloss Colditz eingeladen. Die 6. Kirchenmusiktagung in der Landesmusikakademie unter der Überschrift „#zukunftsingen | Lied und Theologie auf dem Weg zu einem neuen Evangelischen Gesangbuch“ wird sich gleich am ersten Tag diesem Thema mit Einblicken in den deutschlandweiten Gesangbuchprozess und die Arbeit an einem sächsischen Regionalteil widmen.
Ebenfalls am Dienstag findet anlässlich des 100jährigen Verbandsjubiläums Evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker Deutschlands im Landesverband Sachsen ein abendliches Podiumsgespräch mit dem Verbandspräsidenten KMD Peter Ammer, Staatsekretär Dr. Andreas Handschuh (SMWK), dem Komponisten Bernhard König und Christian Schnarr aus der Vorbereitungsgruppe „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ statt. Das Gespräch unter dem Motto „Nicht singen – macht nichts | Kirchenmusik im Spiegel der Gesellschaft“ greift aktuelle Bezüge auf. Am nächsten Tag wird in gemeinsamen Impulsen und einem Austausch das Thema u.a. in der Liedgeschichte sowie in der heutigen Bestandsaufnahme des Singens bis hin zu Anknüpfungspunkten in die Gesellschaft weitergeführt.
Der Dienstagnachmittag ist mehreren Workshops in zwei Durchläufen gewidmet, die sich Popsongs im Gottesdienst, Bandmusik, Musikerziehung und der Vorstellung von Liturgiebausteinen zuwenden. Am Abend um 19:30 Uhr konzertiert das ensemble tresonar „zeitvermählte Sommerklänge“ in der Stadtkirche im Rahmen der Kirchenmusiktagung. Drei Musiker aus Dresden stellen Werke von Monteverdi, Schütz, Bach, Langlais sowie eigene Improvisationen vor.
Am Donnerstagvormittag gibt es nach dem Morgengebet Berichte aus den Werken und Einrichtungen sowie einen Impuls über Motive ehrenamtlichen Engagements. Zudem soll darüber gesprochen werden, wie im Zusammenhang mit der Konzeption Kirchenmusik weitergearbeitet werden soll.
Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger, der auch die Gesamtleitung hat, wird den Tagungsabschluss mit Mittagsgebet übernehmen. Weiterhin sind an der Vorbereitung, aber auch in der Durchführung Martina Hergt, Fachbeauftragte für Chor- und Singarbeit in der Landeskirche, Landesobmann des Kirchenchorwerks Ekkehard Hübler, Kantor Andreas Kastl, Carsten Hauptmann, Referent für Jugend- und Popularmusik u.a. beteiligt.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.