Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kirchenmusiktag: „Heinrich Schütz heute“


28 Aug. 2022

Sächsischer Kirchenmusiktag im Heinrich-Schütz-Jubiläumsjahr

OSCHATZ – In der Oschatzer Klosterkirche kommen am 31. August 2022 über 80 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus Sachsen zum 8. Kirchenmusiktag zusammen, der im Heinrich-Schütz-Jubiläumsjahr unter dem Motto „Heinrich Schütz heute“ steht.

Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger (Dresden) freut sich über das hohe Interesse am diesjährigen Kirchenmusiktag und seinem Thema: „Der Zuspruch zeigt, dass die Musik von Heinrich Schütz bis heute lebendig und seine Bedeutung für die musikalische Auslegung von biblischen Texten ungebrochen ist.“

Sie reiche von der Auseinandersetzung und Aufführungen seiner eigenen Werke bis hin zu Neuschöpfungen von Musicals und Jazz-Impulsen. „Diese weitreichende Wirkung wird in den Seminaren des Tages aufgegriffen und bearbeitet.“, betont Markus Leidenberger.

Seminare zu Schütz-Werken und moderner Schütz-Interpretation

So erwartet die Teilnehmenden am 31. August ein Seminar zu der großen dreiteiligen Trauermusik, die Heinrich Schütz 1636 unter dem Titel »Musikalische Exequien« veröffentlichte, welches durch Prof. Sven Hiemke (Hamburg) gehalten wird.

In einem weiteren Seminar mit Olaf Katzer, Dozent für Chordirigieren (Dresden), beschäftigen sich die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker mit dem Schütz-Klassiker „Geistliche Chormusik 1648“ und dessen Editions- und Interpretationsgeschichte und erhalten Anregungen für eine zeitgemäße und lebendige Kantorei- und Aufführungspraxis.

In einem dritten Seminar wird das Kindermusical „Heinrich Schütz, der Musicus“ von seinen beiden Dresdner Autoren Pfarrer Dr. Christoph Ilgner und Kantor Burkhard Rüger vorgestellt. Das Musical, welches die Entdeckungsgeschichte von Schütz erzählt, wurde für einen Kurrendetag in Dresden im Schütz-Jubiläumsjahr geschrieben.

Ein letztes Seminar, gehalten von Universitätsmusikdirektor Prof. David Timm (Leipzig), bringt Werke von Schütz in Verbindung mit Jazz und Improvisation. Dabei werden Improvisationskonzepte aus dem Jazz erschlossen und Fragen der Form, der Besetzung, der Notation und der Umsetzung beantwortet.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Lieblingswerke von Heinrich Schütz und ihre Improvisationserfahrungen mit - und einzubringen, gemeinsam einige Jazzstücke zu konzipieren und diese auch in einer "Abschluss-Session" mitzuspielen.

Nach einem gemeinsamen Beginn um 10:00 Uhr finden die ersten Seminare statt. Nach einer Mittagsandacht in der Oschatzer Aegidienkirche, die durch Oberkirchenrat Dr. Martin Teubner gehalten und von Bläser- und Chormusik musikalisch umrahmt wird, treffen sich alle zu einem gemeinsamen Mittagessen.

Nach einer zweiten Seminar-Runde gibt es am Nachmittag einen gemeinsamen Abschluss mit Informationen aus der Landeskirche und den kirchenmusikalischen Arbeitsbereichen.

Hintergrund

Der Kirchenmusiktag findet in der sächsischen Landeskirche aller zwei Jahre im Wechsel mit einer mehrtägigen Kirchenmusik-Tagung statt und dient der Weiterbildung und dem Austausch innerhalb der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Kirchenmusik in der Landeskirche

1924 wurde der östliche Teil vom Kirchenschiff der Klosterkirche abgetrennt und eine Zwischendecke eingezogen. Hier befindet sich der renovierte Gemeindesaal, gleichsam als Winterkirche genutzt.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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