Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Kirchenmusik in der Dresdner Kreuzkirche
01 Okt. 2020
Vesper zum Michaelisfest am Sonnabend
DRESDEN - Alljährlich ist das Michaelisfest („Fest der Engel“), das seit einigen Jahren – und damit im Ursprung bereits mittelalterlichen Traditionen folgend – wieder verstärkt festlich begangen wird, ein musikalischer wie thematischer Höhepunkt der Kirchenmusik in der Kreuzkirche Dresden. In diesem Jahr findet die Vesper zum Michaelisfest am kommenden Sonnabend, 3. Oktober 2020 um 17:00 Uhr in Verbindung mit dem Heinrich Schütz Musikfest statt.
Unter dem Motto „Schütz und Biber im Dialog“ erklingen Motetten und geistliche Konzerte von Heinrich Schütz, der zur Zeit des 30-jährigen Krieges und darüber hinaus über Jahrzehnte die Dresdner Hofmusik prägte, sowie Kantaten und Sonaten seines süddeutschen Zeitgenossen Heinrich Ignaz Franz Biber. Dabei wird die ganze stilistische Vielfalt der damaligen Zeit von der kunstvoll-feierlichen Motettenkunst im Stil Alter Meister bis hin zur damals hochvirtuosen Musik des Frühbarock aufgezeigt.
650 Jahre Kirchenmusik in der Kreuzkirche Dresden
Im Anschluss an die Vesper wird um 18:15 Uhr in der Kreuzkirche die Spendenaktion „Census Sanctae Crucis“ anlässlich des 650-jährigen Jubiläums der dortigen Kirchenmusikgeschichte eröffnet: Im Jahre 1370 beginnt mit der Nennung des Organisten und des Kantors im »census sanctae crucis«, der ältesten Rechnungsliste Dresdens, die schriftlich nachweisbare Geschichte der Kirchenmusik an der Kreuzkirche.
In diesem Verzeichnis wurde einst der Brückenzoll notiert, der beim Überqueren der heutigen Augustusbrücke entrichtet werden musste, und der der Kirchenmusik an der Kreuzkirche zugutekam. Daran erinnernd werden nun hochwertige Urkunden mit einem Faksimile des mittelalterlichen Schriftstücks in limitierter Stückzahl zu je 25 Euro angeboten. Mit dem Erwerb erhalten die Spender auf direktem Wege die jahrhundertelange Tradition der Kirchenmusik an der Kreuzkirche Dresden.
Die Unterstützer werden entweder auf Wunsch in einem virtuellen „Census“-Buch benannt oder anonym gehalten. Die Urkunden sind in Verbindung mit einer Konzertkarte künftig auch zu einem ermäßigten Preis erhältlich. Kreuzorganist Holger Gehring und Pfarrer Holger Milkau erläutern in der Eröffnungsveranstaltung nochmals die historische Überlieferung und stellen die Faksimile vor, die dann erstmals erworben werden können.
Konzert-Höhepunkte im Herbst und Winter 2020
Die Konzert-Höhepunkte im Herbst und Winter 2020 werden auch in diesem Jahr erfreulicherweise stattfinden können, wenn auch mit einigen Änderungen und Ergänzungen, um die Aufführungen den coronabedingten Verhältnissen anzupassen. Die Kreuzkirche Dresden und der Dresdner Kreuzchor sind in Kooperation mit der Dresdner Philharmonie und Vocal Concert Dresden bemüht, trotz der gegenwärtig sogar in der großen Kreuzkirche sehr eingeschränkten Platzkapazität, möglichst viele Besucher an den Kreuzchorkonzerten, Orgelkonzerten und Kreuzchorvespern teilhaben zu lassen und dabei gleichzeitig die notwendigen, jeweils aktuell geltenden Hygienebestimmungen zum Schutz der Besucher und der Mitwirkenden einzuhalten.
So ist geplant, die Aufführungen aller Kreuzchorkonzerte der kommenden Monate zu verdoppeln, ebenso die traditionelle Adventsvesper am ersten Advent, die Christvespern am Heiligabend, die damit viermal stattfinden, und die Christmette am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages. Dreimal ist das Silvester-Orgelkonzert für Trompeten und Orgel zu erleben, zweimal am Silvesterabend und einmal als Matineekonzert am Neujahrsmorgen. Für die Konzerte wird es gestaffelte Vorverkaufstermine geben. Über die Uhrzeiten der Aufführungen und die Einlassmodalitäten der großen Kreuzchorvespern und -metten wird die Kirchgemeinde in Kürze über die Webseite der Kreuzkirche www.kreuzkirche-dresden.de informieren.
Den Auftakt der großen Oratorienaufführungen bilden drei Konzertaufführungen zum Ende des Kirchenjahres, beginnend mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms, das in zwei Aufführungen am Sonnabend, dem 14. November und am Sonntag, dem 15. November jeweils um 17:00 Uhr mit dem Dresdner Kreuzchor und der Dresdner Philharmonie geplant ist. Die Konzertbesucher können sich in diesem Jahr auf die Dresdner Erstaufführung einer neuen Orchesterfassung des Requiems freuen, die es ermöglicht, das Werk auch unter den derzeitigen, aufgrund der Abstandsregeln schwierigen Bedingungen aufzuführen.
Eine Woche darauf wird am Ewigkeitssonntag, dem 22. November 2020 um 17:00 Uhr das mittlerweile bereits traditionelle Konzert zum Ewigkeitssonntag stattfinden, das von namhaften Solisten zusammen mit Vocal Concert Dresden und dem Philharmonischen Kammerorchester unter der Leitung von Peter Kopp gestaltet wird. Auf dem Programm steht unter dem Motto „Ewig Bach“ ein Triptychon aus drei großen Kantatenkompositionen von Johann Sebastian Bach, darunter die besonders klangschöne, berühmte Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 140.
Der Vorverkauf für das Brahms-Requiem und das Konzert zum Ewigkeitssonntag beginnt am Montag, dem 5. Oktober 2020. Aufgrund des coronabedingten Sitzplanes werden die Konzertkarten überwiegend als Partnertickets angeboten.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.