Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kirchenleitung ernennt Superintendenten für Kirchenbezirk Aue


25 Jan. 2017

AUE – Pfarrer Dieter Bankmann (58) aus Zwönitz im Kirchenbezirk Annaberg wird neuer Superintendent im benachbarten Kirchenbezirk Aue. Nach der erfolgten Ernennung durch die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche wird Pfarrer Bankmann am 23. Mai 2017 durch den Präsidenten des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, verpflichtet. Sein Dienst im Kirchenbezirk Aue beginnt Anfang Juni.

Die feierliche Einführung findet am Pfingstmontag, 5. Juni, um 14:00 Uhr in einem Gottesdienst in der St. Nicolaikirche in Aue durch Landesbischof Dr. Carsten Rentzing statt. Bankmann ist Nachfolger von Johannes Uhlig, der nach zehnjähriger Amtszeit Anfang 2017 die Leitung einer ökumenischen Gemeinschaft in Ottmaring bei Augsburg übernommen hat.

Dieter Bankmann war zuletzt 14 Jahre Pfarrer an der Trinitatiskirche in Zwönitz und als Inhaber der dortigen 1. Pfarrstelle für den Verbund mit den Schwesternkirchen Brünlos und Dorfchemnitz zuständig.

Er stammt aus dem Vogtland, wo er 1958 in Oelsnitz geboren wurde und die Schulzeit verbrachte. Danach absolvierte er eine Drucktechnikerlehre, bevor er den Pfarrberuf anstrebte. Nach einer Vorbereitungszeit am Theologischen Seminar in Leipzig, begann er dort 1979 das Theologiestudium und wechselte 1981 an das Katechetische Oberseminar in Naumburg. Nach der Ersten Theologischen Prüfung in der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen ging er zum Vorbereitungsdienst (1985-1987) in die sächsische Landeskirche zurück.

Nach dem Vikariat und dem Zweiten Theologischen Examen wurde Pfarrer Bankmann 1987 in Bretnig im Kirchenbezirk Kamenz ordiniert. 1991 ging er ins Vogtland und war zwölf Jahre im Pfarrdienst der Kirchgemeinde  Ellefeld (Kirchenbezirk Auerbach) tätig. Seit 2003 ist er Pfarrer im erzgebirgischen Zwönitz.
 Neben seinem Pfarrdienst war Bankmann von 1996 bis 2007 Mitglied der 24. und 25. Landessynode.

Der Kirchenbezirk Aue hat rund 37.400 Gemeindeglieder in 30 Kirchgemeinden. In ihm sind von den 29 Pfarrstellen derzeit 28 von Pfarrern und Pfarrerinnen besetzt.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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