Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kirchenfundraising auf dem Fundraisingtag


31 Aug. 2018

DRESDEN – Zum 15. Sächsischen Fundraisingtag – und dem 12. Fundraisingtag der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens – standen in Vorträgen und Praxisworkshops der Austausch von Erfahrungen und das Aufzeigen möglicher Wege beim Fundraising im Mittelpunkt. Rund 130 Besucherinnen und Besucher kamen am 30. August 2018  in den Andreas-Pfitzmann-Bau der TU Dresden und nutzten die Gelegenheit, von erfolgreich umgesetzten Fundraising-Aktionen zu lernen.

Die von der im Landeskirchenamt für Fördermittel und Fundraising zuständigen Referentin Dorothe Ehlig eingeladenen Referenten des kirchlichen Praxisworkshops deckten ein breites Spektrum an Projekten und Erfahrungen ab:

So berichtete Pfarrer Olaf Börnert vom Kauf und der Sanierung der „Alten Post“ und Umbau zum Gemeindezentrum in Dresden-Klotzsche. Seine Tipps reichten von einer größtmöglichen Transparenz (auch in schwierigen Situationen) und klarer Wiedererkennbarkeit bis hin zur Einbeziehung von Nachbarn und Politikern. Auch eine Öffnung des künftigen Gemeindehauses für nichtkirchliche Institutionen sorgte beim Umbau der „Alten Post“ zum neuen Gemeindehaus für die nötige Aufmerksamkeit und Bekanntheit in den Stadtteil hinein. Die Aufnahme der Horteinrichtung der benachbarten Grundschule als auch die Anmietung von Räumlichkeiten durch eine Musikschule im Gemeindehaus bereichern zudem die vielfältige Nutzung und Auslastung des multifunktionalen Hauses.

Die Initiatoren der Orgeltour in Crimmitschau berichteten davon, wie sich ihre generationenübergreifende Veranstaltung zu einem jährlichen Ereignis mit Festcharakter etabliert hat. Die Mitglieder des Fördervereins „Crimmitschauer Kirchenmusiken e. V.“ Birgit Hüwel und Michael Szilagyi um Pfarrerin Perdita Suarez erläuterten, wie auch nicht konfessionell gebundene Sponsoren gewonnen werden konnten: Möglich war dies im Falle der 2007 initiierten Crimmitschauer Orgeltour – die bis heute heute als „Rad-Kult-Tour“ fortbesteht – indem die Spendenaktionen mittlerweile auch als Sportevent für Jung und Alt und mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad präsentiert werden.

Michael Kreskowsky, Kirchvorsteher in der Gemeinde Grünlichtenberg, das zum Kirchspiel Waldheim-Geringswalde gehört, erklärte in seinem Vortrag, wie wichtig gemeinschaftliches Arbeiten an den Bauprojekten in seiner Kirchgemeinde war, um die Gemeinschaft im Dorf und die Identifikation mit der Kirche im Ort zu stärken. So berichtete er von kirchlich ungebundenen Jugendlichen, die bei Bauaktionen dennoch mithalfen und noch heute stolz davon erzählen, welchen Beitrag sie bei den Sanierungsarbeiten geleistet haben. In der Aussage, dass für die Unterstützer erkennbar sein muss, wofür sie sich engagieren und auch ein Nutzen für Ort, Gegend und Gemeindeglieder sichtbar sein sollte, schloss er sich den Vorrednern an. Dass dies weiter reicht als sein mit zwinkerndem Auge geäußerter Spruch „Schnittchen schmieren und zu leicht überhöhten Preisen verkaufen“ zeigte die lange Liste beeindruckender Veranstaltungen, die die Kirchgemeinde in der frisch sanierten Kirche ausrichten konnte.

Im Anschluss an die Referate der landeskirchlichen Projekte beantwortete Frau Ehlig am Stand der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Fragen zu Fundraising und Fördermitteln und versorgte interessierte Besucher mit Informationsmaterial zum Thema.

Fundraisingtag Dresden

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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