Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Kirchenbau innovativ – Begegnung, Glaube, Kultur
23 Okt. 2023
Nutzungserweiterung eines Kirchgebäudes im urbanen Raum
LEIPZIG – Es ist soweit! Das große Projekt des Stadtteilzentrums „Westkreuz“ in der sanierten und im Innenbereich neugestalteten Heilandskirche im Leipziger Stadtteil Plagwitz ist nach jahrelanger Bauzeit vollendet. Die Eröffnung erfolgt um den diesjährigen Reformationstag mit mehreren Konzerten, Theateraktionen und einem Festgottesdienst (31. Oktober) als besonderer Ort für Begegnung, Bildung, Beratung und Kultur. Damit ist die imposante Stadtkirche von 1888 an der Weißenfelser Straße ein Beispiel für die Mehrfachnutzung eines Kirchgebäudes im urbanen Kulturraum. Träger des Projekts ist die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz.
Zur Eröffnung am 28. Oktober 2023 um 17:00 Uhr wird sich im Leipziger Westen an der Heilandskirche ein Spektakel der besonderen Art ereignen. Den Beginn dieser Veranstaltung wird das bekannte Leipziger Performance- Ensemble “Theater aus dem Hut“ mit einer multimedialen Theateraktion einleiten. Der neue Leipziger Veranstaltungsort als kulturelles Lichtschiff auf den Namen “WESTKREUZ” solle mit einem „Stapellauf“ getauft und tief in die kulturellen Gewässer der Stadt eintauchen, so die Vorstellung der Veranstalter. Live-Musik von mondena quartet und Que Pasa! mit Klassik, Jazz und Gipsy Swing begleitet die Veranstaltung.
Der Eröffnungsgottesdienst des Westkreuzes „Vis à vis mit Gott - Den Rest machen wir“ wird am Reformationstag, 31. Oktober, um 10:00 Uhr gefeiert. Zu diesem Anlass kann der Umbau der Kirche und die Verwandlung des Kirchenraumes in seiner Nutzung erlebt werden. Durch den Festgottesdienst führen liturgisch Pfarrer Martin Staemmler-Michael, Vikarin Charlotte von Ulmenstein und Jugendpfarrer Martin Widiger. Musikalisch-tänzerisch begleitet wird der Gottesgottesdienst durch Mareike Greb (Tanz), Jonas Timm (Piano), Uwe Steinmetz (Saxophon) und einem Vokalensemble unter Leitung von Gregor Meyer.
Mit dem Stadtteilzentrum Westkreuz in der Heilandskirche ist ein besonderer Ort für Begegnung, Bildung, Beratung und Kultur entstanden. Eine Kirche öffnet sich für alle Menschen und lebt durch die Ihre Kreativität und Unterstützung. Durch den Einbau einer Zwischendecke im Jahr 1981 eröffnet sich heute der Umbau der unteren Etage zu einer Begegnungsstätte. Die Kirchgemeinde und das Westkreuz-Team will mit den Menschen im Viertel einen nahen, im Stadtteil verwurzelten Kommunikationsraum schaffen, der das Miteinander stärkt. Es entsteht somit ein offener Treffpunkt, an dem Menschen miteinander diskutieren, singen, gestalten, beten und feiern können.
Nach der Eröffnung des Stadtteilzentrums schließen sich zahlreiche Aktivitäten der Kirchgemeinde mit ihren Gruppen und Kreisen sowie besondere Konzertveranstaltungen an. So stehen Konzerte am 9. November mit „Arab Strap“(SCO)- Philophobia Undressed + support „7ebra“ (SWE), am 10. November BELLS ECHO IINTERIIM mit Bells Echo, Swansea Concerts, Der Kreuzer, FrohFroh & Gangart sowie weitere Konzerte am 18. und 19. November auf dem Programm.
Am 15. November wird ein Workshopabend zur christlichen Begleitung von Kindern unter dem Titel „Wenn dein Kind dich morgen fragt…“ angeboten. Es soll darüber nachgedacht werden, wie Kindern christliche Impulse mit auf den Lebensweg gegeben werden können. Besucher Stadtteilzentrums dürfen sich schon auf den 9. Dezember freuen, wenn von 14:00 – 18:00 Uhr zum diesjährigen Alternativen Adventsmarkt in das Ober- und Unterdeck der Heilandskirche eingeladen wird. Die Kleinen können an einem der vielen Stände spielen und basteln, der Märchenerzählerin zuhören oder sich ein Puppenspiel ansehen, können die Großen in aller Ruhe über den Markt schlendern, sich bei Kuchen und Glühwein unterhalten, Geschenke einkaufen- oder einfach nur die wunderbare Atmosphäre der Heilandskirche in Plagwitz genießen.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.