Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kirchen auf Denkmalmesse in Leipzig


04 Nov. 2024

Schwerpunkt: „Friedhof – lebendiges Kulturerbe“

DRESDEN - Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens präsentiert sich gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der von der EKD gegründeten Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) mit einem Stand in Halle 2 auf der "denkmal 2024" vom 7. bis 9. November 2024 in Leipzig.

Die Präsentation der beiden evangelischen Landeskirchen als größte Denkmaleigentümer in Mitteldeutschland mit der Stiftung KiBa hat bereits Tradition. In diesem Jahr steht der gemeinsame Stand unter dem Motto „Friedhof – lebendiges Kulturerbe“.

Die kirchlichen Friedhofsträger aus beiden Landeskirchen verantworten rund 3.000 Friedhöfe in Mitteldeutschland in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der weitaus größere Teil dieser Friedhöfe ist mehr als einhundert Jahre alt; viele bestehen seit mehreren Jahrhunderten.

Die Friedhofs- und Bestattungskultur hat sich über Jahrhunderte entwickelt und stellt heute ein bedeutendes Zeugnis von Geschichte und Identität dar. Deshalb wurde die deutsche Friedhofs- und Bestattungskultur im März 2020 auf Empfehlung der deutschen UNESCO- Kommission in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Kirchliche Friedhöfe bewahren Friedhofsgestaltung, Architektur und Grabmalkunst der Vergangenheit und Gegenwart. Sie zeigen, wie Generationen vor uns ihrer Verstorbenen gedacht haben und sind so Teil der Orts- und regionalen Geschichte, mancherorts auch der Weltgeschichte. Friedhöfe stehen den Lebenden als Gedenkorte, als verkörperte Orte der persönlichen Trauer und der Begegnung mit anderen Trauernden zur Verfügung. Dies alles ist wohnortnah, sprichwörtlich „um die Ecke“ möglich.

Die meisten kirchlichen Friedhöfe werden auch heute noch als Bestattungsplatz von Bürgerinnen und Bürger, ganz unabhängig von deren religiösem oder weltanschaulichen Bekenntnis genutzt. Sie erfüllen so eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Friedhöfe sind lebendige und sich dabei verändernde Orte. Ihr klimatischer Beitrag als Sauerstoffproduzenten, CO2- Speicher und Temperaturregulierer ist gerade mit Blick auf gesunde Wohn- und Lebensbedingungen von unschätzbarem gesellschaftlichem Mehrwert – sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum.

Kirchliche Friedhöfe bieten als Dienstleistung eine Vielzahl unterschiedlicher Bestattungsarten an, die Angehörige einerseits von der Grabpflege entlasten und dabei dennoch jederzeit ein individuelles Gedenken ermöglichen. Für Gemeindeglieder der evangelischen Kirchengemeinden in Mitteldeutschland sind sie auch lebendige Orte der Auferstehungshoffnung.

Viele kirchliche Friedhöfe unterliegen umfassend dem Denkmalschutz, ob als Einzeldenkmal oder als Flächen- bzw. Gartendenkmal.  Kirchliche Friedhöfe sind Parkanlagen, Gartendenkmal, grüne Lunge. Ihre gärtnerische Gestaltung und ihr teilweise umfangreicher und historisch wertvoller Baumbestand laden zum Verweilen ein.

Der Wandel in der Bestattungskultur und der demografische Wandel führen dazu, dass kirchliche wie auch kommunale Friedhöfe immer weniger aus dem Gebührenaufkommen der Nutzer, also derjenigen die eine Grabstelle auf dem Friedhof lösen, finanziert werden kann. Hier bedarf es zukunftsfähiger Ideen, um den Wert der Friedhöfe denkmalpflegerisch, sozial und ökologisch auf Dauer zu erhalten. Es ist zu wünschen, dass die Präsentation auf der „denkmal 2024“ dazu einen Beitrag leisten kann.

Die "denkmal 2024" ist die europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung und findet aller zwei Jahre auf dem Messegelände in Leipzig statt. In diesem Jahr feiert die „denkmal“ ihr 30-jähriges Bestehen. Mehr als 350 Aussteller aus 12 Ländern präsentieren sich einem breiten Fach- und Interessiertenpublikum. Ein umfangreiches Begleitprogramm macht die Denkmalmesse zu einem Anziehungspunkt für durchschnittlich 13.000 Besucher.   

Zur denkmal 2024: https://www.denkmal-leipzig.de/de/ 

Aktuell vom Ausstellungsstand auf der DENKMAL 2024
Baumbewachsener Friedhof in der Großstadt
Besondere Grabdenkmale an Außenmauer des Friedhofs

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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