Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Kirche in Sachsen geht neue Wege – und auf viele Menschen zu!
08 Mai 2019
DRESDEN - Wonach sind Menschen auf der Suche und wann interessieren sie sich für Lebens- und Glaubensfragen? Wo kommen Menschen mit dem christlichen Glauben in Kontakt, die sich nicht in eine Kirche trauen? Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens möchte Mut machen, neue Wege zu den Menschen auszuprobieren und fördert daher Kirchgemeinden und Kirchenbezirke, die dafür Ideen entwickeln möchten. Sie können über die Initiative „Missionarische Aufbrüche“ Geld und Stellen beantragen.
Die ersten fünf Projekte wurden gerade ausgewählt:
- Das Projekt „Grenzerfahrung" der Kirchgemeinden Am Fichtelberg und Bärenstein setzt in der Wintersporthochburg Oberwiesenthal und dem Grenzgebiet zu Tschechien auf Sport und Tourismus als besondere Formen der Begegnung über Glaubens- und Landesgrenzen hinweg.
- Wie Kirche die Menschen im kommenden Strukturwandel der Arbeits- und Lebenswelt in der Lausitz geistlich begleiten kann, ist Schwerpunkt des Vorhabens des Kirchenbezirkes Löbau-Zittau.
- Der Kirchenbezirk Marienberg hat bereits ein ‚Jahr der Erprobung‘ ausgerufen und ermutigt die Kirchgemeinden dazu, ihre Arbeit intensiver an Menschen außerhalb der Kirche zu orientieren. Dieser Prozess kann nun durch eine Förderung intensiv weitergeführt und verstetigt werden.
- In Leipzig entstehen derzeit ganz neue Stadtviertel mit Wohnungen für viele tausend Menschen. Hier geht es darum, die Kirche in einem solchen Gebiet neu zu etablieren und zu überlegen, wie sie die hinzuziehenden Menschen vor Ort zusammenbringen und unterstützen kann. Für die Entwicklung kirchlicher Arbeit in neuen Stadtquartieren Leipzigs wird eine zusätzliche Pfarrstelle gefördert werden.
- Innerhalb der evangelischen und katholischen Jugendarbeit wurde in Chemnitz ein Angebot für nichtchristliche Jugendliche entwickelt, die eine Alternative zur Jugendweihe suchen. Das Projekt "Meine Jugendfeier" kann nun dank der Förderung intensiver umgesetzt und etabliert werden.
Insgesamt hatten sich 11 Kirchgemeinden und Kirchenbezirke mit Ihren Vorhaben für eine Förderung beworben. Die zweite Bewerbungsrunde endet am 1. März 2020. Bis dahin können sich erneut Kirchgemeinden um eine Förderung bewerben.
Die Initiative Missionarische Aufbrüche wurde von der Kirchenleitung ins Leben gerufen um neuen und innovativen Ideen für kirchliche Arbeit neben der herkömmlichen Kirchgemeindearbeit zu unterstützen und damit Menschen zu erreichen, die bisher mit Kirche und Christentum keine Berührungen hatten. Um solche Menschen in ihren verschiedenen Lebenskontexten zu erreichen, soll durch die Förderung ein möglichst großes Spektrum an neuen Ideen und Begegnungsformen ausprobiert werden können. Alle Projekte werden daher aus der Perspektive der Adressaten konzipiert und gestaltet. Die Erfahrungen aus den Projekten und Vorhaben sollen in die Planung und Konzeption der für ab 2025 in den Kirchenbezirken einzurichtenden Missionarischen Pfarrstellen fließen.
Zur Initiative »Missionarische Aufbrüche«
Kontakt:
Roland Kutsche
Pfarrer für Missionarische Projekte
Ehrenamtsakademie Meißen
Freiheit 15
01662 Meißen
Telefon: 037204/50715
Roland.Kutsche@evlks.de
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.