Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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KiBa-Kirche des Monats Dezember in Dresden


01 Dez. 2021

„Fester Halt“ für Gebäude und Gemeinde

DRESDEN - Eines der ältesten Gotteshäuser in Dresden, die Ev.-Luth. Kirche im Stadtteil Leubnitz-Neuostra, ist die „Kirche des Monats Dezember 2021“ der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa). Auf schlechtem Untergrund errichtet, war das mittelalterliche Bauwerk zuletzt an der Südseite abgesunken und muss umfassend saniert werden. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung fördert die Maßnahmen in diesem Jahr mit 15.000 Euro durch die assoziierte Rössner-Stiftung.

Die Leubnitzer Kirche ist ein „architektonisch, baugeschichtlich und künstlerisch wichtiges Zeitzeugnis“, heißt es in einem Gutachten des sächsischen Landesamtes für Denkmalpflege. Der Kirchturm, bereits 1170 in einer Urkunde erwähnt, weist noch Elemente der romanischen Architektur auf. Das mittelalterliche Kirchenschiff kam in den Jahren 1430-1437 hinzu; seine hölzerne Felderdecke wurde um 1671 im Stil des frühen Barocks bemalt. Der ebenfalls barocke Sandstein-Altar stammt aus dem Jahr 1730. „Die Kirche wurde im Krieg bewahrt und vereint Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen von der Romanik über die Spätgotik, die Renaissance und den Barock. Das macht sie zu einem Kleinod“, sagt Pfarrer Wolf-Jürgen Grabner.

Die Sanierung begann 2020 mit ersten Notsicherungen. Inzwischen ist der Baugrund fest, Risse in den Wänden sind beseitigt, Gewölbeschalen und -Rippen verankert, das Mauerwerk ist weitgehend verputzt, gestrichen und restauriert. Als Letztes stehen Sanierungsarbeiten im Innenraum an. Gut 1,8 Millionen Euro wird das Projekt insgesamt kosten.

„Sehr viele Menschen identifizieren sich mit der Kirche“, sagt Pfarrer Grabner. „Die Bereitschaft, für ihren Erhalt zu spenden, war und ist überwältigend.“ Das digitale Spendenbarometer zeigt 272.000 Euro an. „Gib festen Halt“ heißt die Spenden-Aktion der Gemeinde. Herzstück ist ein Internetauftritt, dessen „Bautagebuch“ in Wort und Bild von den vielen Sanierungsschritten erzählt. Auch mit Spendenbriefen und Flyern wirbt die Gemeinde. Zum Erntedankfest 2020 beteiligten sich außerdem Konfirmandinnen und Konfirmanden an der Initiative von zwei örtlichen Bäckereien und backten „Kirchenbrote“, die nach dem Gottesdienst gegen Spenden abgegeben wurden.

Wolf-Jürgen Grabner erklärt das große Engagement mit der Verantwortung, die Kirchengemeinde und Stadtgesellschaft für die denkmalgeschützte Kirche haben. „Sie ist uns von unseren Vorfahren übergeben und anvertraut und wird mit jeder Generation wertvoller“.

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) ist eine Stiftung der EKD und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie Zusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von 33,9 Millionen Euro geben können. Für dieses Jahr hat die KiBa Förderzusagen über rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Mehr als 3.800 Mitglieder engagieren sich bundesweit im „Förderverein der Stiftung KiBa e. V.“ Weitere Informationen unter www.stiftung-kiba.de .

Kirche in Dresden-Leubnitz außen und innen (Foto: KG)
Die am Hang gelegene Kirche ist gesichert. Die Leubnitzer Kirche enthält eine reiche Emporen- und Deckenmalerei des Frühbarock.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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