Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Kamenzer Nacht der Kirchen und Museen


16 Mai 2019

Einladung zu einer erlebnisreichen Nacht mit 66 Angeboten

KAMENZ - Bereits zum 11. Mal findet in diesem Jahr die Kamenzer Nacht der Kirchen und Museen statt, jedoch facettenreich wie nie. 14 Veranstalter unterbreiten an 17 Orten der Stadt am 18. Mai insgesamt 66 Programmangebote, darunter auch drei thematische Führungen durch Kamenz. Dass es jemanden gibt, für den sich nichts findet, kann man sich schwer vorstellen. Wer auf seiner Eintrittskarte acht Stationen nachweisen kann – in Form eines Eulenstempels, den es an jeder Station gibt – auf den wartete wie immer eine kleine Überraschung.

Start des weitgespannten Programmbogens ist am Sonnabend um 18.00 Uhr und er reicht von Konzerten, Führungen und Gebeten über Vorträge, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen und der Möglichkeit sich kunsthandwerklich selbst zu erproben bis hin zum leiblichen Wohl an vier Stationen. Zum ersten Mal dabei sind die Kamenzer Stadtwerkstatt und die Museumsscheune mit Schmiedevorführungen. Verbunden sind die Stationen nicht nur durch das gemeinsame Engagement der Veranstalter und die Umzüge und Stadtführung, sondern zu späterer Stunde auch wieder durch die Kerzenillumination der bao GmbH.

Auf den Spuren der Geschichte der katholischen Pfarrei Kamenz kann man mit Jörg Bäuerle wandeln. In der St.-Just-Kirche wird man die restaurierten Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert mit Staunen betrachten. Auch die Ev.-Luth. Hauptkirche und die Katechismuskirche laden dazu ein ihre Schätze zu entdecken, verborgene Orte zu besuchen und die Klangschönheit der Walcker-Orgel kennenzulernen. In St. Annen informiert ein Vortrag über die Restaurierung der Kamenzer Totenkronen und Gemäldeuntersuchungen zum Bildpaar „Gesetz und Gnade“ werden präsentiert.

Im Lessing-Museum geht es in diesem Jahr besonders um das Reisen, beispielsweise mit Madame Rosas Reise durch den Frühling. Für musikalische Unterhaltung sorgt das Duo WunderWelt. Bei der Adventgemeinde steht natürlich im Mittelpunkt, dass sie seit 100 Jahren zur Stadt Kamenz gehört. Im Malzhaus kann man alte Schriften entziffern oder die faszinierende Kunstausstellung „Wenn Kunst sich in Natur verwandelt“ von Claudia Berg besuchen.

Grazile Figuren im Stile Alberto Giacomettis, die in der Sommerwerkstatt der Kinder- und Jugendmalschule entstanden sind, kann man im Stadttheater bestaunen. Eine Ausstellung der bao zu Sagen aus Kamenz und Umgebung ist in der Stadtwerkstatt zu sehen. Außerdem gibt es die Möglichkeit im Rahmen eines Rundgangs die sagenhaften Orte von Kamenz kennenzulernen. Dort kann man sich auch selbst an der Schaffung von Sagenfiguren aus Holz versuchen, unter der sachkundigen Anleitung von Martina Burghart-Vollhardt und Günter Tschentscher.

Im Museum der Westlausitz heißt es an dem Abend „Räuber in der Dunkelheit“. Ob Fledermaus, Eule oder Haie. Nach dem Besuch weiß man Bescheid. Das Tankstellenmuseum von ist geöffnet und zugleich kann man Ulf Berger über die Schulter schauen, wenn er das historische Schmiedehandwerk lebendig werden lässt. Um Handwerk geht es auch bei Hans Behnisch. In seiner Klempnersammlung werden Erinnerungen wach.

Am Roten Turm biwakieren die Oberlausitzer Landsknechte und erinnern an den Alltag während des Dreißigjährigen Krieges. Ein Blick vom Turm über das abendliche Kamenz wird unvergessen bleiben.
Die verschiedensten Angebote fügen sich zu einem reichen Panorama von Kunst, Literatur und Musik, lebendiger Geschichte, gelebten Glaubens und staunender Erkenntnis. Die unterschiedlich akzentuierten Perspektiven beginnen miteinander zu reden, ergänzen und bereichern sich gegenseitig.

(Eintritt: 5,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro; Familienkarte 10,00 Euro; Abendkasse in allen teilnehmenden Einrichtungen)

Museum Westlausitz

Auf dem Weg zur Hauptkirche St. Marien
Führung im Glockenturm von St. Marien

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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