Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Jugendliche in Palästina zu Gast


20 Feb. 2018

Jugendbegegnung im Zeichen der Bildungs- und Friedensarbeit

SCHNEEBERG / BETHLEHEM – Eine Gruppe deutscher Schüler und Studenten aus Schneeberg und Moritzburg besucht unter der Leitung von Pfarrer Frank Meinel (St. Wolfgang, Schneeberg) das Heilige Land. Ziel dieser Fahrt ist die Begegnung zwischen Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Herkunft. Seit dem 15. Februar ist Pfarrer Frank Meinel mit 15 Jugendlichen zu einer internationalen Jugendbegegnung im Evangelischen Schulzentrum Talitha Kumi in Bethlehem (Palästina) zu Gast. Diese Schule in Trägerschaft des Berliner Missionswerkes mit 1.000 Schülern (Christen und Muslime) ist für ihre hervorragende Bildungs- und Friedensarbeit mitten im Nahostkonflikt bekannt.

Auf dem Programm stehen Begegnungen, Sportveranstaltungen und Besuche der Heiligen Stätten in Jerusalem und Bethlehem sowie eine Wanderung durch die Wüste und Gottesdienste in Jerusalem und Beth Sahour. Die insgesamt 30-köpfige Gruppe will auch Propst Wolfgang Schmidt besuchen, der seit Juli 2012 Pfarrer an der Erlöserkirche in Jerusalems Altstadt und Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Heiligen Land ist.

Nach der Landung in Tel Aviv war die deutsche Gruppe bereits auf Entdeckungstour in der Geburtskirche in Bethlehem und auf den Hirtenfeldern. Danach folgte zusammen mit palästinensischen Jugendlichen ein Besuch in Jerusalem mit ihrer Vielzahl an Konfessionen und entsprechend vielen Heiligen Stätten. In Beth Sahour feierte die Gruppe einen Gottesdienst in der dortigen evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde, in dem Pfarrer Meinel predigte. Anschließend folgte der Besuch von Hebron und der eines Flüchtlingslagers.

Ein weiterer Tag war der Wüste in Judäa mit einem Marsch bis Jericho vorbehalten. Anschließend ging es über die Fundstätte in Qumran zum Baden ans Tote Meer. Nach weiteren Treffen und Erkundungen ist die Heimreise für den 23. Februar vorgesehen.

Die Jugendbegegnung wird durch Bundesmittel über die Arbeitsgemeinschaft Ev. Jugend Hannover gefördert. Pfarrer Frank Meinel unterstützt seit Jahren die Arbeit durch sein ehrenamtliches Engagement am Berliner Missionswerk und als Vertrauenspfarrer in Sachsen. Schon mehrmals kam es in Deutschland und in Palästina zum Schüleraustausch. Darüber hinaus waren in der Vergangenheit auch Lehrer aus Sachsen in Talitha Kumi zu Gast und zum Reformationsjubiläum im letzten Jahr besuchten palästinensische Lehrer und Lehrerinnen Sachsen und natürlich auch Wittenberg.

Deutsche und palästinensische Jugendliche treffen sich in Jerusalem

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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