Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Johannisfeiern in Kirchen und auf Friedhöfen in Sachsen


18 Juni 2025

Johannes der Täufer: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“

DRESDEN – Den Johannistag am 24. Juni feiern viele Kirchgemeinden in Sachsen traditionell mit Gottesdiensten, Konzerten und Andachten in Kirchen und auf Friedhöfen. Oft wird in den Abendstunden auch zum Johannisfeuer eingeladen. Am Johannistag erinnern Christinnen und Christen an die Geburt Johannes des Täufers, der später als Bußprediger am Jordan Jesus getauft hat.

In diesem Jahr liegt der Johannistag auf einem Dienstag vor Beginn der Sommerferien in Sachsen. Einige Veranstaltungen finden daher bereits vor dem Johannistag statt. So hat das Haus der Stille in Grumbach vom 18.-20. Juni unter dem Titel „In der Mitte der Zeit“ zu Besinnungstagen mit Poesie und Tanz eingeladen, um vom Johannistag aus gestärkt in die zweite Hälfte des Jahres zu starten.

Dresden. „Sommersonnenwendungen“ heißt  am 20. Juni um 20:00 Uhr in der Dresdner Frauenkirche eine literarische Soirée mit Orgelmusik und am 21. Juni um 17:00 Uhr stellt der Dresdner Kreuzchor seine Vesper in der Kreuzkirche mit Werken von Gottfried August Homilius, Wilfried Krätzschmar, Samuel Rüling und Oskar Wermann unter das Proprium des Johannesfestes.

Der Innere Neustädter Friedhof lädt tags darauf am Sonntag, 22. Juni, zum Johannistagsfest ein. Von 18:00 bis 21:00 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm. Ein Impuls zur Geschichte und Bedeutung des Johannistags gibt den Auftakt und führt in die mystische Welt der Sommersonnenwende ein. Weiterhin gibt es Friedhofsführungen und die Möglichkeit, Johannisbeeren einzupflanzen. Des Weiteren werden den Besuchern eine Präsentation von Kunstwerken auf dem Friedhof sowie ein unterhaltsamer Blick auf Mythen und Aberglauben rund um den Johannistag geboten. Ein besonderes Highlight bildet das stimmungsvolle Johannisfeuer mit Stockbrot.

Ebenfalls an diesem Sonntag um 18:00 Uhr veranstaltet die Evangelische Musizierschule Dresden zum Johannistagsfest in der Busmannkapelle (Kleine Brüdergasse 2) mit dem Streicherkreis der Musizierschule ein Konzert.

Ausgewählte Andachten, Gottesdienste und Konzerte zum Johannisfest

Am 24. Juni bietet die Zionskirche in der Dresdner Südvorstadt zum „Treff am Dienstag“ um 15:00 Uhr einen schwedischen „midsommar“ am Johannistag mit Liedern, Geschichten und leckeren Überraschungen an. Ebenfalls in Dresden wird um 18:00 Uhr zu einem Gottesdienst in die Stephanuskirche Dresden-Zschachwitz sowie um 19:00 Uhr zu Johannisfeiern in die Weinbergkirche Trachenberge und in die Emmauskirche Kaditz eingeladen.

Die Vielfalt kirchlicher Friedhöfe in Dresden zeigt sich auch in der Anzahl der Andachten am Johannistag. Um 18:00 Uhr beginnen Andachten mit Posaunenchor auf den Friedhöfen in Cotta, Gorbitz, Klotzsche, auf dem Bergfriedhof in Cossebaude, auf dem Neuen Annenfriedhof in Löbtau, auf dem Äußeren Plauenschen Friedhof und in Striesen sowie um 19:00 Uhr in der Johannstadt auf dem Trinitatisfriedhof und um 19:30 Uhr auf den Friedhöfen in Briesnitz, Lockwitz und Seidnitz.

In der Stadt Radebeul wird um 19:00 Uhr zur Andacht in die Johanneskapelle eingeladen, der sich ein Johannisfeuer anschließt.     
In der Kirche Niederebersbach wird zuvor um 18:00 Uhr auf der dortigen Johannesfeier der internationale ökumenische Jugendchor auf seiner Tournee mit dem Programm unter dem Motto „Songs For A Better World“ Halt machen und singen.

Im Leipziger Land finden Johannisandachten auf dem Beiersdorfer Friedhof (14:00 Uhr) und dem Cannewitzer Friedhof (16:00 Uhr) bei Grimma, in Gerichshain (15:00 Uhr) und Zweenfurth (16:00 Uhr) bei Borsdorf, in Lobstädt bei Neukieritzsch und Hohendorf (jeweils 15:00 Uhr) sowie um 16:30 Uhr in Elstertrebnitz statt. Um 17:00 Uhr wird zu Andachten in Beucha, Borsdorf, Ramsdorf, Seelingstädt und um 17:30 Uhr in Grethen, Buchheim und Brandis eingeladen. Weitere Feiern sind an verschiedenen Orten im Leipziger Land um 18:00 Uhr sowie um 19:00 Uhr auf dem Wurzener Friedhof geplant.

In Leipzig hat das Johannissingen auf dem Alten Johannisfriedhof an diesem Tag eine lange Tradition. Um 16:00 Uhr begleitet dort das Ensemble fedecanto die Andacht der Nikolaikirchgemeinde. Weitere Johannisandachten sind um 16:30 Uhr auf dem Friedhof in Leipzig-Holzhausen, um 17:00 Uhr in Lindenau, Paunsdorf, Schönefeld, Sellerhausen und um 18:00 Uhr in Baalsdorf, Connewitz, Gohlis, Hohen Thekla, Liebertwolkwitz, Sommerfeld, Stötteritz sowie die Johannisandacht der Heilig-Kreuz-Kirche im Bürgergarten. Im Pfarrgarten Plaußig gibt es anschließend ein gemeinsames Grillen. Im Philippus-Biergarten in der Aurelienstraße ist ab 19:00 Uhr ein Johannisfeuer mit Texten und Liedern zu erleben. In Markkleeberg beginnt auf dem Alten Friedhof um 18:00 Uhr eine Andacht und auf dem Auenfriedhof beginnt sie um 19:00 Uhr.

In Chemnitz wird im Rahmen der Kulturkirche 2025 zu Andachten zum Johannistag um 18:00 Uhr an den Hochkreuzen auf den Friedhöfen der St. Andreas- und der Trinitatiskirchgemeinde mit Posaunenchor eingeladen. Die Petri- Schlosskirchgemeinde feiert auf dem Schlossfriedhof ihre Andacht. Weitere Andachten in den Kirchen sind in der Lutherkirche Harthau und eine Johannisfeier mit Helferdank in der Trinitatiskirche Chemnitz-Hilbersdorf. Um 19:00 Uhr beginnen Andachten in der Stiftskirche Ebersdorf, auf dem Friedhof Rußdorf und auf dem Waldfriedhof die Kirchgemeinde Burgstädt.      

Zu einer Johannistag-Andacht wird in Zwickau um 18:30 Uhr auf den Paulusfriedhof sowie um 19:00 Uhr in die Kirche Zwickau Auerbach eingeladen. Weitere Andachten auf Friedhöfen der Region finden um 18:00 Uhr statt.

Eine Übersicht zu Andachten und Gottesdiensten zum Johannistag in ganz Sachsen vom Vogtland bis zum Oberlausitzer Dreiländereck ist hier zu finden: https://www.evlks.de/andachten-johannistag 

Landesbischof Tobias Bilz wird am 25. Juni in Berlin am jährlichen Johannisempfang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) teilnehmen.  Der Bevollmächtigte des Rates der EKD richtet jedes Jahr rund um den Johannistag seinen Jahresempfang aus. Geladen sind hochrangige Gäste und Gesprächspartner aus Politik und Gesellschaft. Im Zentrum des Festaktes steht die Rede des oder der Ratsvorsitzenden, die sich meist auf ein aktuelles Thema bezieht. Üblicherweise wird der Festakt in der Französischen Friedrichstadtkirche auf dem Berliner Gendarmenmarkt gefeiert.

Hintergrund zum Johannistag

Der Johannistag am 24. Juni erinnert an die Geburt Johannes des Täufers, der den Überlieferungen zufolge sechs Monate älter war als Jesus Christus. Johannes der Täufer war ein Wegbereiter Jesu. Er sagte einmal über ihn: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ Deshalb denken die Christinnen und Christen am Johannistag, dem hellen Scheitelpunkt des Jahres, auch an den Wandel im Leben, das vom Wachsen und Vergehen gleichermaßen bestimmt ist.

Insbesondere in Sachsen kommt dies darin zum Ausdruck, dass sich die Gemeinden auf den Friedhöfen treffen und in Pfarrgärten den langen Tag in Gemeinschaft und im Licht des Johannisfeuers ausklingen lassen.

Traditionell beginnt mit dem Johannistag die Erntesaison und einzelne Blumen und Früchte, die rund um den Johannistag reifen und blühen, tragen dies in ihrem Namen - so das Johanniskraut und die Johannisbeeren.

Die Taufe Jesu durch Johannes
Johannisfeuer im Pfarrgarten

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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