Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Johannes Brahms „Ein Deutsches Requiem“


16 Nov. 2018

»Ergreifende Klänge der Klage und des Trostes«

DRESDEN - Wenn die Tage trübe werden, trösten alljährlich die sanften Klänge der eindrucksvollen Requiem-Vertonung von Johannes Brahms (op.45), musiziert vom Dresdner Kreuzchor gemeinsam mit Vocal Concert Dresden, den Vokalsolisten Mandy Fredrich (Sopran) und Michael Nagy (Bass) sowie der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile. Das Konzert erklingt am Volkstrauertag, 18. November, um 17:00 Uhr in der Kreuzkirche Dresden.

Als das Deutsche Requiem am Karfreitag des Jahres 1868 im Bremer Dom uraufgeführt wird, ist Johannes Brahms 35 Jahre alt. Die Aufführung war ein bahnbrechender Erfolg. Statt der sonst  üblichen, strengen Form der lateinischen Totenmesse, legte Brahms seinem Werk selbst ausgewählte Bibeltexte des Alten und Neuen Testamentes zu Grunde. Beeinflusst durch persönliche Erfahrungen, die ihn in seinem Umfeld mit den Themen Tod – Leid – Schmerz konfrontierten, komponierte er ein Requiem in deutscher Sprache, das den Gedanken von Trost und Hoffnung für die Trauernden in den Mittelpunkt stellt. Eine Musik, die tief berührt!

Der Dresdner Kreuzchor ist einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt. Seine Geschichte reicht bis zur Ersterwähnung der Stadt Dresden ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Eine der wichtigsten Aufgaben der Kruzianer ist, in den liturgischen Diensten der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt zu singen. Hier tritt der Dresdner Kreuzchor in Vespern und Gottesdiensten auf und gibt regelmäßig Konzerte mit hervorragenden Werken geistlicher Musik. Sie bilden den Kern des Repertoires und sind Ausdruck der christlich humanistischen Prägung des Chores.

Wesentliche künstlerische Partner sind die Dresdner Philharmonie und die Sächsische Staatskapelle Dresden. Der Dresdner Kreuzchor arbeitet aber auch mit Ensembles der Alten Musik wie dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen. Das Repertoire des Dresdner Kreuzchores reicht von der Renaissance bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke. Sein umfangreiches künstlerisches Schaffen ist in zahlreichen Aufnahmen dokumentiert. Neben seiner prägenden Funktion für das musikalische Leben in Dresden geht der Chor seit nahezu 100 Jahren auf Reisen durch Deutschland und über europäische Grenzen hinaus bis nach Israel, Kanada, Japan, Südamerika, Korea, China und in die USA.

(Karten zu 53 / 48 / 39 / 28 / 15 / 10 Euro sind im Vorverkauf sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Konzertkasse der Kreuzkirche Dresden, An der Kreuzkirche 6, erhältlich)

Veranstaltungstipp der Dresdner Frauenkirche:

Freitag, 16. November, 20:00 Uhr, Unterkirche
»Eine lebendige Hommage an Trauermusik verschiedener Kulturen«
Preisträgerkonzert mit Violine Matthias Well; Violoncello Maria Well; Akkordeon Zdravko Živkovič in Kooperation mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis
Tickets 15 | 18 | 26 | 29 € | Unterkirche, Zugang über Tür B
Abendkasse: 18:30 – 20 Uhr

Samstag, 17. November, 20:00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem KV 626
Sopran Siri Thornhill; Alt Rahel Haar; Teno: Wolfram Lattke; Bass Tobias Berndt; Kammerchor der Frauenkirche, ensemble frauenkirche dresden; Leitung Frauenkirchenkantor Matthias Grünert
19:00 Uhr Konzerteinführung mit Frauenkirchenkantor Matthias Grünert
Abendkasse 15:30 – 20 Uhr | Tür D

Buß- und Bettag, 21. November, 14:00 Uhr
Forum Frauenkirche »Wenn dein Kind Dich morgen fragt«
»Zwischen Toleranz und Wiederstand – Welche Werte wir festhalten müssen«
Referent Peter Hahne, Berlin, TV-Moderator und Bestsellerautor
Orgel Frauenkirchenorganist Samuel Kummer
Im Anschluss Signiermöglichkeit mit dem Autor
Eintritt frei

Plakatausschnitt zum Brahms-Requiem mit dem Kreuzchor)
In der Dresdner Kreuzkirche am 18. November

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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