Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Jahrestag der Eröffnung des „M 21“ der Asyl- und Flüchtlingshilfe


13 Juli 2017

Ein Jahr Begegnungszentrum der Diakonie Stadtmission Zwickau in Marienthal

ZWICKAU - Ein Jahr nach der feierlichen Eröffnung des „M 21“ haben sich die Räume im Erdgeschoß des Hauses Marienthaler Str. 21 mit Leben gefüllt. Wochentags gibt es täglich Angebote zur Begegnung und zur besseren Integration der in Zwickau, besonders im Stadtteil Marienthal lebenden Flüchtlinge.

So treffen sich nun immer Mittwochnachmittag vier bis zehn Männer und Donnerstagsvormittag etwa ebenso viele Frauen aus vielen verschiedenen Ländern, um gemeinsam Kaffee oder Tee zu trinken und auch mit Deutschen ins Gespräch zu kommen. Ganz nebenbei wird auch die eine oder andere Gepflogenheit in Deutschland erklärt und man lernt, wie es bei uns ebenso langgeht.

Für Deutsche ist es wiederum interessant, was die Menschen aus ihren Herkunftsländern oder von ihrer Kultur berichten. Frei nach dem Motto „Wen man kennt, der ist nicht fremd“ wird mit Angeboten den Flüchtlingen die fremde deutsche Kultur und Sprache und den Deutschen das Fremde der Zugezogenen nahegebracht.

Viel Spaß haben Dienstagnachmittag hätten immer alle, die gemeinsam Brettspiele  machen und  erleben, dass plötzlich Sprachbarrieren überwindbar werden, sagt Constance Heft, Koordinatorin für Ehrenamt in der Asyl- und Flüchtlingshilfe. „Beim Spiel „Schummelmaxe“ stellten wir fest, dass der Ehrliche eben doch manchmal der „Dumme“ ist. Manch einer kann es doch nicht mit seiner Religion vereinbaren, auch nur für ein Spiel mal zu lügen und er erhält für seine Ehrlichkeit dann umso mehr Strafpunkte.“

Immer Montag und Donnerstag von 15:30 bis 17:00 Uhr besteht für kleine und große Schüler die Möglichkeit, Hilfe für Hausaufgaben oder auch Nachhilfe durch ehrenamtliche Mitarbeiter in Anspruch zu nehmen.  Dieses Angebot ist kostenfrei und gilt dabei nicht nur für Flüchtlingskinder, denn auch beim gemeinsamen Lernen geschieht Begegnung und Integration.

„Dankbar blicken wir auf ein Jahr Begegnungszentrum „M 21“ in Marienthal zurück und staunen, was so alles gewachsen ist. Ohne die Hilfe und Unterstützung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre Vieles so nicht möglich, beispielsweise Vorschulangebot, ein Sprachvorbereitungskurs oder auch der Spielenachmittag“, zeigt sich Constance Heft dankbar.  

„Wenn ich einen Wunsch frei  hätte, würde ich mir wünschen, dass noch viel mehr neugierige Nachbarn einfach mal zu den Begegnungsangeboten vorbeischauen. Ebenfalls, dass Flüchtlinge noch mehr die Möglichkeit haben, die deutsche Kultur und die „Deutschen“ kennenzulernen. Das eine oder andere könnten wir uns von anderen Kulturen abgucken, sei es ein leckeres Rezept oder nur etwas mehr Gelassenheit!“, äußert die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe ihre Erwartung.

Diakonie Stadtmission Zwickau

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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