Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Impulstag Personalentwicklung »TraumBeruf«


12 Jan. 2026

DRESDEN -  Am 10. Januar 2026 fand in Dresden der Impulstag Personalentwicklung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens unter dem Motto »TraumBeruf« statt. Teilgenommen haben Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sowie Pfarramtsleitende. Im Mittelpunkt stand der Austausch darüber, wie Personalentwicklung in der Kirche angesichts aktueller Herausforderungen und Veränderungen nachhaltig gelingen kann. Der Impulstag war ein Kooperationsprojekt mit der Ehrenamtsakademie der Landeskirche und fand im njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks Dresden – statt.

Den Hauptimpuls gab Prof. Dr. Georg Müller-Christ von der Universität Bremen. In seinem Vortrag „Vom Bewahren zum Werden: Transformationskompetenzen für eine Kirche im Wandel“ zeigte er Perspektiven für langfristige Entwicklung von Organisationen und Arbeitskulturen auf und erläuterte verschiedene Kompetenzen für die Transformation. Geistlich eröffnete Landesbischof Tobias Bilz den Tag mit einer Andacht. Anschließend stellte Oberlandeskirchenrätin Dr. Jördis Bürger die aktuellen Linien der Personalentwicklung in der Sächsischen Landeskirche vor.

In Workshops arbeiteten die Teilnehmenden praxisorientiert weiter. Themen waren Best-practice für die Verwaltung, das Führen von Personalgesprächen, die Kirche als attraktive Arbeitgeberin sowie zielgruppengerechte Kommunikation. Die Workshops gestalteten Kristin Reinhardt, Antje Hähnel, Christiane Seewald, Yvonne Brockmann, Olaf Petters und Katharina Bachmann. Im Plenum sammelten und sicherten die Teilnehmenden die Ergebnisse für die Weiterarbeit im Landeskirchenamt.

Ein Vorbereitungsteam begleitete den Impulstag: Joachim Wilzki, Leiter der Ehrenamtsakademie, Claudia Nikol, Kirchenvorsteherin und seit dem 1. Januar 2026 Beauftragte für Migration und Integration, sowie Oberkirchenrätin Antje Pech, Referentin für Seelsorge, Supervision und Personalentwicklung (Pfarrdienst).

Landesbischof Tobias Bilz und Oberlanderskirchenrätin Dr. Jördis Bürger betonten ihre große Wertschätzung für die Arbeit der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sowie der Pfarramtsleitenden. Besonders hoben sie die Bedeutung von Personalgewinnung, Nachwuchssuche und Personalbindung hervor – gerade im Ehrenamt.

Der Impulstag »TraumBeruf« machte deutlich: Gute Personalentwicklung ist eine Querschnittsaufgabe und lebt vom Mit-Tun. Die zahlreichen Rückmeldungen und Ideen fließen nun in die weitere Arbeit am Personalentwicklungskonzept der Landeskirche ein.

Hintergrund

Die 28. Landessynode hatte während ihrer Legislatur den Beschluss gefasst, dass im Landeskirchenamt ein Personalentwicklungskonzept für die gesamte Landeskirche erarbeitet werden soll. Für diese Aufgabe richtete die Landeskirche eine dreijährige Projektstelle ein. Der Arbeitszeitraum erstreckte sich von 2023 bis 2026. Beteiligung und Austausch waren wichtige Bestandteile des Prozesses. Dazu gehörten mehrere Formate, unter anderem vier Impulstage Personalentwicklung. Vor dem aktuellen Treffen fanden ein Impulstag für Mitarbeitende aller kirchlichen Berufsgruppen im Januar 2025 sowie zwei Impulstage für Superintendentinnen und Superintendenten im März 2024 und März 2025 statt.

Claudia Nikol (Kirchenvorsteherin und seit dem 1. Januar 2026 Beauftragte für Migration und Integration), Joachim Wilzki (Leiter der Ehrenamtsakademie) und Oberkirchenrätin Antje Pech (Referentin für Seelsorge, Supervision und Personalentwicklung (Pfarrdienst)) (v.l.n.r.)
Landesbischof Tobias Bilz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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