Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Hoffnung und Zuversicht im Ungewissen


09 Jan. 2021

Sammlung für den Projektkatalog 2021 des Gustav-Adolf-Werks

LEIPZIG - Das Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (GAW) hat die Spendensammlung für den Projektkatalog 2021 mit 132 Projekten in diesem Jahr anstelle eines Neujahrsempfangs mit einer Videobotschaft gestartet. In der Botschaft sprechen u.a. Erzbischof Dietrich Brauer (Russland) und Pfarrerin Najla Kassab, Präsidentin der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (Libanon), ihren Dank für die Unterstützung des GAW aus.

„Die Coronapandemie hat uns Vieles gelehrt, vor allem auch, dass wir auf anderen Wegen in Kontakt treten können und in Kontakt bleiben können, als wir es bisher gewohnt waren“, sagt Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, Präsidentin des GAW der EKD. Für sie wird 2021 das letzte Jahr in diesem Amt. Die Wahl der Nachfolgerin oder des Nachfolgers soll auf der Vertreterversammlung der regionalen GAW-Hauptgruppen im September 2021 in Rothenburg ob der Tauber erfolgen.

Der Projektkatalog weist 132 Projekte mit einem Umfang von 1,6 Millionen Euro in 50 Partnerkirchen aus. Darüber hinaus beinhaltet der Katalog erstmalig auch die Direktpartnerschaften der 21 regionalen GAW-Hauptgruppen sowie die Kooperation mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Insgesamt umfasst der Katalog rund 2 Millionen Euro.

„All diese Zahlen sind Zahlen der Hoffnung, denn sie basieren auf Zusagen unserer regionalen Hauptgruppen“, betonte Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des GAW. „Durch die Coronapandemie, durch abgesagte Kollekten und Gottesdienste wissen wir nicht, ob wir sie auch dieses Jahr hundertprozentig erfüllen können. Es kann nur durch ein erhöhtes Engagement von unseren Ehrenamtlichen und aller Spenderinnen und Spender gelingen. Aber die Bibel lehrt uns neben vielen andern Sachen auch Hoffnung und Zuversicht im Ungewissen.“

Unter den zahlreichen Projekten weltweit sind auch Projekte in Deutschland aufgenommen, die der Diasporasituation gerade in den östlichen Landeskirchen Rechnung tragen. Als Projekt zur Unterstützung wird beispielsweise in Meißen ein Begegnungscafé am Markt empfohlen, das drei evangelische Kirchgemeinden in Meißen betreiben. Sie möchten offene Gemeinden sein und das Stadtleben aktiv mitgestalten. Im Café gibt es durch Gastronomie, Information und Beratung verschiedene Angebote für Gäste unterschiedlicher Herkunft. Zum kircheneigenen Haus gehört noch ein Außenbereich, der einladend und den Möglichkeiten angepasst, ausgebaut werden soll.

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen und seine Leitprojekte 2021

DRESDEN - Das GAW in Sachsen (GAWiS) hat für den Projektkatalog sechs Leitprojekte für das neue Jahr 2021 ausgewählt, die es besonders begleiten wird.

Dabei handelt es sich um die Unterstützung bei der Renovierung eines Gebetshauses im russischen Krasnodar, die  Dachsanierung des Gemeindehauses in Rõngu (Estland), die Sanierung der Sanitäranlagen für die Schule „Luis Siegel“ in Argentinien, die Hilfe für eine neue Heizung für ein Pfarrhaus und ein Diakoniezentrum in Litauen und für die Ausstattung eines evangelischen Kindergartens in Aleppo.

Das GAWiS weist auch auf ein Projekt in Kirgisistan hin, wo es um die Unterstützung des Altenheimes „Haus der Barmherzigkeit“ der lutherischen Gemeinde in Winogradnoje, nahe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, geht. Die kleine Evangelisch-Lutherische Kirche setzt mit diesem Heim ein Zeichen, dass Menschen im Alter würdevoll begleitet werden können.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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