Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„Hoffnung für Osteuropa“ hilft Kindern


14 Feb. 2021

Aktion unterstützt vogtländische Hilfsgemeinschaft „Keimling“

RADEBEUL – In der bevorstehenden Passionszeit wird wieder für die Hilfsaktion „Hoffnung für Osteuropa“ gesammelt. Die sächsische Landeskirche und die Diakonie bewirbt erneut ein sozialdiakonisches Projekt für rumänische Kinder.

So sollen die Spenden und Kollekten der Aktion Kindern aus zerrütteten Verhältnissen zugutekommen. Mit dem Erlös wird das Tageszentrum „Offenes Haus“ in Hermannstadt/Sibiu unterstützt. Die Einrichtung ist Teil der sozialdiakonischen Arbeit der Evangelischen Kirchgemeinde A.B. in der siebenbürgischen Stadt.

Das „Offene Haus“, dessen Arbeit auf Spenden angewiesen ist, bietet regelmäßig bis zu 25 Kindern Schutz und Förderung. Sie erhalten ein Essen und können duschen. Daneben geht es um langfristige Unterstützung. Es stehen sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte zur Verfügung und es gibt für die Kinder individuelle Hilfe- und Erziehungspläne. Besonderes Augenmerk wird auf die Erledigung der Hausaufgaben und den regelmäßigen Schulbesuch gelegt. Denn Bildung ist eine Voraussetzung, um dem Kreislauf aus Armut und Ausgrenzung zu entkommen.

Die im Vogtland ansässige  Hilfsgemeinschaft „Keimling“, unterstützt seit Jahrzehnten Menschen in Rumänien und anderen Ländern in Osteuropa. Der Verein hat in den vergangenen Jahren auch das Tageszentrum „Offenes Haus“ unterstützt und die Förderung über „Hoffnung für Osteuropa“ beantragt.

„Hoffnung für Osteuropa“ ist eine jährliche Sammelaktion innerhalb der sächsischen Landeskirche, die von der Diakonie koordiniert wird. Pro Aktion wird meist ein Spendenerlös von rund 20.000 Euro erzielt. Die einstmals bundesweite Spendensammlung wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren wird sie dezentral in einem großen Teil der evangelischen Landeskirchen weitergeführt. Innerhalb von „Hoffnung für Osteuropa“ wurde in Sachsen in den vergangenen Jahren Geld für soziale Projekte unter anderem in Weißrussland, Russland oder Tschechien gesammelt.

Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“, LKG Sachsen – Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE20 3506 0190 0100 1004 44, BIC: GENODED1DKD

Kinder in Herrmannstadt bekommen pädagogische Begleitung

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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