Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Hoffnung der Auferstehung
14 Sept. 2024
Innovationspreis des ökumenischen Vereins Andere Zeiten
HAMBURG - Der ökumenische Verein Andere Zeiten in Hamburg würdigte im Rahmen seines diesjährigen Innovativpreises vier Initiativen zum Thema „Kinder für Religion, Glauben und Gott interessieren“. Unter den Ausgezeichneten befindet sich mit der St. Laurentius Kirchgemeinde in Auerbach/Vogtland auch ein Projekt aus Sachsen. Die Preisübergabe erfolgte am 12. September in Hamburg, wo die Auerbacher Pfarrerin Dr. Nikola Schmutzler mit einem anderen Zweitplatzierten 2.500 Euro entgegennahm. Die unabhängige ökumenische Jury hatte je zwei Initiativen mit einem ersten und zwei mit einem zweiten Preis ausgezeichnet.
Die beiden ersten Preise und je 5.000 Euro erhielten das »Kirche mit Kindern-Mobil« der Evangelischen Kirche in der Pfalz sowie das »Kunterbunte Dingsda« des Evangelischen Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen. Die beiden zweiten Preise gingen an die Projekte »Sterben-Auferstehung-ewiges Leben« der vogtländischen Kirchgemeinde und »Andacht für alle« in der Grundschule an der Schwanthalerstraße in München. Im sächsischen Auerbach konnten Kinder drei Tage lang bei »Sterben-Auferstehung-ewiges Leben« die Passions- und Ostergeschichte erleben.
Die Kindergartenkinder mit und ohne religiösen Hintergrund, beschäftigten sich unter der Federführung von Pfarrerin Dr. Schmutzler mit dem Sterben und dem Abschied, konnten Ängste abbauen und die Auferstehungshoffnung erleben. „Das Projekt entspricht in vorbildlicher Weise der Intention des diesjährigen Rahmenthemas“, hieß es im Glückwunschschreiben der Jury. Die Intension des Projekts war es, Schulanfänger nicht nur mit Zahlen, Buchstaben u.a. vertraut zu machen, sondern sie auch an ein existenzielles Thema heranzuführen.
Bei dem Projekt konnten die Kinder ihrer selbst erlebten Trauer Raum geben. So gab es die Möglichkeit über Verstorbene und die Gefühle zu ihnen zu sprechen, auch über den Verlust. Bei einem Gang über den Friedhof lernten die Kinder diesen als Ort der Trauer, aber auch als Ort des Lebens und der Erinnerung kennen. Über aller Trauer steht die Hoffnung der Auferstehung. Diese große Hoffnung, die dem Leben eine besondere Fülle verleiht, konnten die Kinder erleben.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.