Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Hilfe geben, Hoffnung leben


04 Sept. 2024

„Engagement schreibt Geschichte(n) - 150+5 Jahre Diakonie Leipziger Land“

BORNA | GRIMMA – Mit einem Festwochenende vom 6. bis 8. September feiert die Diakonie Leipziger Land ihr 150-jähriges Bestehen. In Grimma gibt es am Freitag um 11:00 Uhr im Rathaus einen Empfang für geladene Gäste. Unter den Grußworten und Gastbeiträgen werden die Dresdner Historikerin Bettina Westfeld und Dr. Dirk Martin Mütze (Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis) Vorträge über die geschichtliche Entwicklung verschiedener diakonischer Einrichtungen der Inneren Mission in der Region halten. Der Bogen spannt sich von den Anfängen bis zur Gegenwart.

So bezieht sich zwar die bevorstehende Jubiläumsfeier auf die Gründung des Grimmaischen Kreisvereins für Innere Mission 1874, aber nach neuerlichen Recherchen kamen Hinweise auf die Gründung des Kreisvereins für Innere Mission Leipzig II Pegau, Borna und Rochlitz an Licht, der bereits 1869 gegründet wurde. Eigens für das Jubiläum wurde eine über 100seitige Chronik unter dem Titel „Engagement schreibt Geschichte(n) - 150 + 5 Jahre Diakonie Leipziger Land“ erarbeitet.

Ebenfalls am Freitag wird es nachmittags ein „Café der Erinnerungen“ für ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, die für den Aufbau der Diakonie mit ihren zahlreichen Einrichtungen stehen, die heute den christlichen Wohlfahrtsverband für die gesamte Region ausmachen. In der Mehrzweckhalle Brandis findet am Sonnabend, 7. August, ein Diakonie-Ball statt. Am Sonntag wird zu 10:00 Uhr zum Festgottesdienst in die Bornaer St. Marienkirche eingeladen.

Für Harald Bieling, Geschäftsführer und Vorsitzender des Vorstands der Diakonie Leipziger Land, sei der Auftrag der Bibel als Basis für die diakonische Arbeit geblieben, jeden Einzelnen als wertvolles, geliebtes Geschöpf Gottes anzusehen.  „An der Seite der evangelischen Kirche wollen wir Hilfe geben und Hoffnung leben“, so Bieling. Somit erfolge die Arbeit nach christlichem Menschenbild.

In der Chronik zur Geschichte der Inneren Mission und späteren Diakonie werden die Gründungen der Kreisvereine über die „Herbergen zur Heimat“ bis zur Gemeindediakonie beleuchtet. Viele Einrichtungen entstanden aus der erkennbaren Not durch Folgen der Industrialisierung und in Fürsorge sozial Benachteiligter ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Beispiele von Persönlichkeiten in der Diakonie, ihr Einsatz und die Erweiterung der Arbeitsfelder werden genauso exemplarisch beleuchtet, wie spätere Zeitumstände während des Nationalsozialismus, der Nachkriegszeit bis zur politischen Wende in der damaligen DDR.

Die sogenannte Nachwendezeit war geprägt durch die Anmeldungen der Diakonischen Werke als eingetragene Vereine, durch Übernahmen von Pflegeheimen, Kindertagesstätten und die Einrichtung von Beratungs- und Sozialstationen. 1997 begann das Kinder- und Jugendhaus „Come In“ in Grimma und später das „Habitat“ in Borna. Obwohl durch die Hochwasser 2002 und 2013 selbst betroffen, wurde Hilfe in der Region organisiert und geleistet. Später wurden mehrere Beratungsdienste am Nicolaiplatz in Grimma zur „Diakonie im Zentrum“ zusammengefasst. An verschiedenen Standorten begann ab 2014 der Ausbau der Schulsozialarbeit.

Die heutige Diakonie Leipziger Land entstand in ihrem Gesamtraum mit der letzten Fusion 2010. Heute ist die Diakonie Leipziger Land verantwortlich für rund 60 Einrichtungen und Projekte, dazu gehören Altenpflegeheime, Sozialstationen, Kindertagesstätten, Beratungsdienste, Einrichtungen der Jugend- sowie Behindertenhilfe und vieles andere mehr. Mit insgesamt über 900 Angestellten zählt hier die Diakonie und ihre Tochtergesellschaften zu den größten Arbeitgebern der Region.

Diakonie Leipzig Land

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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