Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Herbsttagung der 27. Landessynode eröffnet


15 Nov. 2019

80 Synodale in Dresden zu viertägigen Beratungen zusammengekommen

DRESDEN – Nach einem Gottesdienst in der Dresdner Martin-Luther-Kirche eröffnete am späten Freitagvormittag, 15. November, Synodalpräsident Otto Guse im großen Sitzungssaal im ‚Haus der Kirche‘ (Dreikönigskirche) die ordentliche Herbsttagung der 27. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Anschließend nahmen die 80 Synodalen Beratungen in den Ausschüssen auf.  

Im Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche wurde zu Beginn der Herbsttagung Dr. Carsten Rentzing aus dem Amt des Landesbischofs verabschiedet. Die Entpflichtung übernahm der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover), der auch die Predigt hielt.  

Nach Abschluss des Gottesdienstes hat Dr. Rentzing eine persönliche Erklärung abgegeben. Er erklärte am 11. Oktober 2019, das Bischofsamt zurVerfügung zu stellen, nachdem unter anderem die Veröffentlichung von Texten aus seiner Feder in der Zeitschrift „Fragmente“ sowie seine Mitgliedschaft in einer pflichtschlagenden Verbindung in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurden.   

Nach Dr. Rentzings Rücktritt wird auf der Synode die Aussprache über den weiteren Weg der Kirche am Freitag- und Samstagabend breiteren Raum einnehmen. Am Freitag geht es u.a. darum, wie und in welcher Form in der Kirche kommuniziert wird. So wird in einem moderierten Gespräch der Halt im christlichen Glauben zu formulieren sein, bevor die daraus erwachsene Haltung und das Verhalten zur Sprache kommen, wie sie sich in den gesellschaftlichen Kontext einbringen. Am Sonnabend stehe eine Aussprache zum Bischofsamt im Vordergrund.  

Andere Schwerpunktthemen der Beratungen sind bis zum Tagungsende am 18. November u.a. Kirchengesetze zum Haushalt 2020, die Rechnungslegung für das Haushaltjahr 2018 sowie Kirchengesetze über das Amt der Diakonin und des Diakons und zur Änderung der Verfassung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. 

Am Samstagnachmittag steht eine Erläuterung eines Ausschnitts der Studie der Freiburger Universität „Die Landeskirche Sachsens zwischen demografischen Wandel und nachlassender Kirchenverbundenheit“ auf dem Programm. Anschließend wird die sächsische „Initiative Missionarische Aufbrüche“ von Pfarrer Roland Kutsche vorgestellt.

Am Sonntag, 17. November, besuchen die Mitglieder der Landessynode um 11:00 Uhr den Gottesdienst in der Dresdner Frauenkirche, in dem Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt predigen wird. Später wird es im Haus der Kirche Gelegenheit geben zu Nachfragen zum diesjährigen Tätigkeits-und Beteiligungsbericht des Landeskirchenamtes. Nach der Beratung von Gesetzesvorlagen berichtet Pfarrer Ravinder Salooja über die Arbeit des Leipziger Missionswerks. 

Für die öffentliche Plenarsitzung am Montag, 18. November, ist die zweite Beratung der noch zu verhandelnden Gesetzesvorlagen geplant.  Gegebenenfalls kommen weitere Beschlussanträge zur Abstimmung. Die Herbsttagung endet voraussichtlich am Montagnachmittag.

Eröffnung der Synode am Mittag im Haus der Kirche
Martin-Luther-Kirche am Freitagvormittag
Dr. Carsten Rentzing vor der Verabschiedung

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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