Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Handwerker-Gottesdienste in Löbau und Zschopau


05 Sept. 2024

Löbau, St. Nikolai, am 8. September um 10:00 Uhr

LÖBAU | ZSCHOPAU – Zu zwei Gottesdiensten lädt der Arbeitsbereich „Handwerk & Kirche“ der Männerarbeit der sächsischen Landeskirche Handwerkerinnen und Handwerker und Gewerbetreibende ein. Am Sonntag, 8. September, können sie und deren Familie sowie Mitarbeitende der jeweiligen Firma einen Handwerker-Gottesdienst um 10:00 Uhr in der Ev.-Luth. St. Nikolaikirche besuchen. Die Predigt halten Pfarrer Daniel Mögel und Handwerker der Region. Für die musikalischen Ausgestaltung sorgen Kantorin Luise Wenk und Posaunenchöre aus Löbau und der Region.

Der Handwerker-Gottesdienst steht unter dem Motto „WerkZeuge“ und möchte die Verbindung von Handwerk und Glauben darstellen. Gleichzeitig soll der Dank an Gott für die dem Menschen gegebene kreative Gestaltungskraft zum Ausdruck gebracht werden. Nach dem Gottesdienst stellen Handwerkerinnen und Handwerker auf dem Platz vor der Kirche die Vielfalt handwerklicher Arbeit vor und es werden handwerksbezogene Kirchenführungen (bspw. Turmuhr-Technik) angeboten.

Mit dem Handwerker-Gottesdienst soll die Würdigung handwerklicher und gewerblicher Arbeit zum Ausdruck gebracht werden. Gerade der Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an diesem Sonntag verstärkt noch mal die Bedeutung und die Leistung historischer Handwerkskunst.
Neben den Handwerkern und Gewerbetreibenden der Region sind auch Gäste von weiter her willkommen.

Häufig an sakralen Gebäuden noch heute erlebbar, zeigt sich die Verbindung von menschlicher Gestaltungskraft zur Ehre Gottes. So wird in Löbau die frühere Spital- und spätere Katechismuskirche zum „heiligen Geist“ geöffnet und zu besichtigen sein. Um 19:00 Uhr lädt ein Konzert in die Heilig-Geist-Kirche (Äußere Zittauer Straße) ein. Hier sind das collegium canorum Lobaviense und das ensemble musicantica auf historischen Instrumenten zu erleben.

Zschopau, St. Martinskirche, am 15. September um 10:00 Uhr

Streifzüge durch die Handwerkskunst der Vergangenheit am Tag des offenen Denkmals weisen auf die Verpflichtung hin, in der Erbemitverantwortung bauliche Denkmale fachgerecht zu erhalten. Das zeigt sich auch an der imposanten Stadtkirche St. Martin in Zschopau, wo eine Woche später ebenfalls ein regionaler Handwerker-Gottesdienst stattfinden wird. 

So wie zuvor in der Oberlausitz, lädt der Arbeitsbereich „Handwerk & Kirche“ der Männerarbeit nach Zschopau am 15. September zum Gottesdienst für Handwerkerinnen und Handwerker und Gewerbetreibende für die Region Chemnitz und Zwickau ein. Unter der Leitung von Pfarrer Uwe Büttner und Michael Seimer, Geschäftsführer des Arbeitsbereichs, sowie musikalisch begleitet vom Posaunenchor und Kantorin Dorothea Weigel (Orgel), beginnt der festliche Gottesdienst in der St. Martinskirche um 10:00 Uhr. Predigen wird der Brandenburger Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz aus Schwante nördlich von Berlin, wo er eine Holzofenbäckerei sowie im Oberhavelgebiet mehrere Filialen betreibt.

Das Motto des in der fünften Generation betriebenen Unternehmens lautet „BACKEN und BETEN„, das sich in guten und schwierigen Zeiten bewährt habe, so der Bäckermeister. Er habe in seinem Leben schon einige brenzligen Situationen erlebt, in denen ihm der Glaube bei schweren Entscheidungen geholfen habe. Wie der vielfach ausgezeichnete Bäcker im prall gefüllten Arbeits- und Familienalltag die richtigen Prioritäten setzt und seinen unverwechselbaren Humor bewahrt, werde wohl auch in der Verkündigung des „Brotmachers“ zur Sprache kommen.

Nach dem Gottesdienst hält eine örtliche Fleischerei auf dem Gelände der Kirchlichen Erwerbslosen-Initiative (Johannistraße 58b) ein Imbiss-Angebot bereit. Darüber hinaus gibt es Stadtführungen beginnend am Marktplatz.
Zu den beiden Veranstaltungen in Löbau und Zschopau sind auch die Familien der Handwerkerinnen und Handwerker eingeladen und es wird parallel zu den Gottesdiensten ein Kindergottesdienst angeboten.

Männerarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen (Handwerk und Kiche)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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