Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Handreichung zum Umgang mit Friedhofsfreiflächen erschienen


27 Jan. 2026

DRESDEN - Was können Friedhöfe für die Gesellschaft leisten dort, wo sie nicht mehr primär als Friedhof genutzt werden? Und was braucht es um solche Flächen gut weiterentwickeln zu können?
Zum Abschluss einer dreijährigen Projektarbeit in Partnerschaft mit der Landeshauptstadt Dresden hat der Verband der Annenfriedhöfe Dresden eine umfangreiche Handreichung veröffentlicht - basierend auf eigenen Erfahrungen aus dem Projekt sowie überregionalen Erkenntnissen und Best-Practice-Beispielen. Die "Handreichung zum Umgang mit Friedhofsfreiflächen" kann kostenlos auf der Internetseite des Verbandes der Annenfriedhöfe heruntergeladen werden: 
 
Das Projekt war unter dem Namen "Vom Parkfriedhof zum Friedhofspark" eines von sechs Modellprojekten im Forschungsvorhaben "Green Urban Labs II" des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Das Forschungsvorhaben befasste sich mit Fragen der Neuerschließung und Weiterentwicklung von Grünräumen - vor allem im Kontext zunehmend dichter bebauter Innenstädte. 
Die Landeshauptstadt Dresden bewarb sich gemeinsam mit der Friedhofsverwaltung des Neuen Annenfriedhofs - und wurde als Modellprojekt ausgewählt. Eine Teilfläche des Friedhofs, der Bereich "Friede und Hoffnung", ist bereits seit den 1990er-Jahren beschränkt geschlossen. Der Neue Annenfriedhof wird zugleich intensiv als größte Grünanlage im Stadtteil Dresden-Löbtau auch für Naherholungszwecke genutzt. Im Friedhofsentwicklungskonzept der Landeshauptstadt Dresden wurde daher bereits 2018 vorgeschlagen Teile des Neuen Annenfriedhofs zum ruhigen Stadtteilpark umzugestalten und ein Friedhofscafé einzurichten.

Für das Finden von Lösungsstrategien zur Weiterentwicklung solcher Flächen auf Friedhöfen wurden Fördermittel bereit gestellt. Diese ermöglichten eine Vielzahl an Untersuchungen, Beteiligungsveranstaltungen und die Beauftragung von Planungsbüros. Auch TU und HTW Dresden brachten sich mit vielfältigen Studierendenprojekten in den Prozess ein und stellten wichtige Weichen. Eine wichtige Rolle spielte bei der Projektarbeit das Einbeziehen möglichst vieler Aspekte der Fläche in die Entwicklungsplanung. Naherholungsbedarf, stadtklimatische Eigenschaften, Artenschutzbelange und Begegnungsangebote sowie Denkmalschutzcharakter, Geschichte, Kunst und kulturelle Angebote sollten bei der Planung miteinander in Einklang gebracht werden. Auch die besondere Partnerschaft zwischen Kommune und konfessionellem Friedhofsträger spielte eine wichtige Rolle.

Im Ergebnis steht ein Entwurf für die Aufwertung des Friedhofsbereichs und für den Umbau eines Gebäudes zum Friedhofscafé. Die Planungen werden nun zur Freude aller Beteiligten über EFRE-Fördermittel realisiert - bereits bis Ende 2027. Der Friedhofsträger soll künftig für die Pflege des Bereichs eine Aufwandsentschädigung erhalten. Ebenso wesentlich wie die konkreten Ergebnisse vor Ort, war jedoch das Sammeln von Erfahrungen, die auch anderen Friedhofsträgern und Kommunen helfen sollen ein solches Projekt oder einzelne Bausteine anzugehen. Dazu soll die "Handreichung zum Umgang mit Friedhofsfreiflächen" einen Beitrag leisten.

In Zusammenhang mit dem Projekt ist auch seitens des BBSR eine Abschlusspublikation sowie die Kurzstudie "Friedhöfe als Teil der grünen Infrastruktur" entstanden.

Auf dem Bild liegt die Handreichung als Broschüre auf einem Grabmahl
Handreichung zum Umgang mit Friedhofsfreiflächen (Foto: Lara Schink)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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