Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gottesdienstreihe zum Chemnitzer Stadtjubiläum


27 März 2018

CHEMNITZ – Die Chemnitzer Kirchen ehren das 875-jährige Stadtjubiläum mit einer Gottesdienstreihe. Den Auftakt machte am vergangenen Sonntag die Pauli-Kreuzkirche, wo Prof. Dr. Klaus-Peter Jörns über „FORM“ predigte.

Prof. Dr. Jörns, Jahrgang 1939,  lehrte u.a. an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde 1999 emeritiert. Nach dem Ende der Lehrtätigkeit hat sich sein Schwerpunkt auf die theologische Kritik der christlichen Überlieferungen verlagert. 

In der Predigt Jörns ging es darum, wie sich Glaubensformen über die Jahrhunderte verändert und entwickelt haben. Als Beispiel führte er den Opferkult an, der sich in der alttestamentarischen Überlieferung vom Menschen- zum Tieropfer gewandelt habe. Dem Protest Jesu gegen den Opferkult an sich stellte Jörns die Vorstellung des Apostel Paulus gegenüber, den Kreuzestod Jesu als Sühneopfer des Gottessohnes zu verstehen.

In der paulinischen Abendmahlsüberlieferung, die in den abendländischen Kirchen zelebriert werde, gehe es, so Jörns, um eine individuelle Versöhnung des Menschen mit Gott. Das aber stehe im Widerspruch zur Aufforderung Jesu, selbst zur Versöhnung bereit zu sein, bevor der Gläubige vor Gott tritt. Die Vaterunser-Bitte laute im Sinne Jesu „...wie wir vergeben haben unseren Schuldnern“.

 

Die nächsten Themengottesdienste:

LIEBE

15. April 2018, 15:30 Uhr, St. Markuskirche, Theodor-Körner-Platz, Chemnitz

Predigt: Michael Veihelmann, Theol. Geschäftsführer der Zeisigwaldkliniken

Musik: Kantate „Barmherziges Herze der ewigen Liebe“, BWV 185, von Johann Sebastian Bach

HÖCHSTLEISTUNG

6. Mai 2018, 9:30 Uhr, Lutherkirche, Zschopauer Str., Chemnitz

HERAUSFORDERUNG

27. Mai 2018, 9:30 Uhr, D.-Bonhoeffer-Kirche, Markersdorfer Str. 79, Chemnitz

FORTSCHRITT

10. Juni 2018, 9:30 Uhr, Lutherkirche Schönau, Zwickauer Str. 255, Chemnitz

Dieser Gottesdienst wird als Familiengottesdienst gestaltet.

Leitung: Gemeindediakonin Magdalena Frischmann und Pfarrer Andreas Hermsdorf

Website "WirkungsVoll. 875 Jahre Kirche für Chemnitz"

Pauli-Kreuzkirche in Chemnitz
Pauli-Kreuzkirche in Chemnitz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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