Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gottesdienste unter strengsten Hygienebestimmungen - Kirchen in Sachsen bleiben offen


16 Nov. 2021

Kirchliche Veranstaltungen ab Überlastungsstufe unter 2G

DRESDEN – Angesichts der in Sachsen weiter steigenden Infektionszahlen hat die Landeskirche die Kirchgemeinden dringend gebeten, die in der Landeskirche geltenden Regelungen umzusetzen und erneut auch kreative und digitale Formate zu nutzen. „Es ist unsere Aufgabe, für die Menschen da zu sein und sie in dieser schwierigen Zeit zu begleiten“, sagt Landesbischof Tobias Bilz. „Dafür müssen nun wieder kreative, seelsorgliche Lösungen gefunden werden – aber darin haben wir bereits Erfahrungen!“ In den Planungen für den Ewigkeitssonntag und die darauffolgende Advents- und Weihnachtszeit könne man auf gute Formate aus dem letzten Jahr zurückgreifen.

Die Regelungen für alle kirchliche Veranstaltungen nehmen die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung auf und setzen sie in Handlungsanweisungen für die Kirchgemeinden um.  Ab der Vorwarnstufe sieht die Landeskirche für Gottesdienste in Präsenzformaten strengste Hygieneregeln vor, die mit dem Beginn der Überlastungsstufe noch einmal geschärft werden. Eine 2G- oder 3G-Regelung hält die Landeskirche jedoch nicht für geeignet. Der Zugang zu einem Gottesdienst soll allen Menschen möglich sein. Daher müssten dort jedoch besonders hohe Schutzmaßnahmen gelten. So müsse zwischen Personen aus unterschiedlichen Hausständen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Es müsse von allen Gottesdienstbesuchern beim Betreten und Verlassen der Kirche sowie während des gesamten Verlaufes des Gottesdienstes verpflichtend eine FFP2-Maske getragen werden. Der Gemeindegesang sei auf ein Lied ganz am Ende des Gottesdienstes reduziert worden. Chöre und Posaunenchöre dürften ab der Überlastungsstufe in Gottesdiensten nicht mehr musizieren. Die musikalische Begleitung durch eine Gesangssolistin / einen Gesangssolisten und durch andere Instrumente (mit Maske und Abstand) sei aber möglich.

Andere kirchliche Veranstaltungen wie Gruppen und Kreise seien ab der Überlastungsstufe nur noch im 2G-Format möglich. Dafür sollten aber die Kirchen in Sachsen als Orte der Andacht und des persönlichen Gebetes geöffnet bleiben. „Unsere Kirchen waren zu jeder Zeit Zufluchtsorte für Menschen in Not – und das sollen sie auch weiter bleiben“, so Landesbischof Tobias Bilz.

Weitere Informationen finden sich im landeskirchlichen Orientierungsplan und den FAQs für den Umgang mit der Coronapandemie

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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