Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gottesdienste und Konzerte zum Jahreswechsel in Sachsen


27 Dez. 2024

Kirchgemeinden laden zu Musik, Besinnung und persönlicher Segnung ein

DRESDEN - Die sächsischen Kirchgemeinden laden in der Woche nach den Weihnachtsfesttagen bis zum 31. Dezember zu Gottesdiensten und Andachten ein, in denen auf das zurückliegende Jahr mit all seinen Herausforderungen zurückgeblickt wird und man sich Gutes und Schweres in Erinnerung rufen kann.

Nach dem Ewigkeitssonntag ist auch das Jahresende für viele Menschen nochmals ein wichtiges Datum, um ihrer in diesem Jahr verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Neben der Rückschau geht der Blick aber auch nach vorn: Für Menschen, die mit Sorgen und Ängsten auf das kommende Jahr blicken, bieten die Gottesdienste zum Jahreswechsel die Möglichkeit, diese vor Gott zu bringen und um seinen Segen zu bitten. Im Gebet und der Fürbitte wird der Blick über die persönliche Situation hinaus auch auf diejenigen gelenkt, die schweres Leid zu tragen haben – Menschen, die von Krieg, Flucht und Vertreibung betroffen sind, die Menschen im dritten Kriegswinter in der Ukraine oder die Verletzten des Anschlags in Magdeburg.

Weihnachten klingt vielerorts nach

In den Tagen zwischen den Jahren finden weiterhin Weihnachtskonzerte statt. Der Weihnachtsfestkreis reicht über den Jahreswechsel und das Epiphaniasfest (Dreikönigstag) am 6. Januar bis zum Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess) am 2. Februar. Bis zu diesem Tag sind die Kirchen weihnachtlich geschmückt und es leuchtet der Herrnhuter Weihnachtsstern.

In vielen Kirchen erklingt nochmals das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach. So werden am 27. Dezember in der St. Georgenkirche in Schwarzenberg um 19:00 Uhr und zuvor um 17:00 Uhr im vogtländischen Lengenfeld in der Aegidiuskirche die ersten drei Teilen des Weihnachtsoratoriums aufgeführt. Weitere Aufführungen folgen um den Jahreswechsel und zu Beginn des neuen Jahres.

Am 30. Dezember wird um 15:00 Uhr zur Blechbläserweihnacht mit dem Sächsischen Blechbläser Consort in die Freiberger Jakobikirche eingeladen. Um 18:00 Uhr findet ein Konzert in Leukersdorf südlich von Chemnitz sowie ein Konzert zum Jahreswechsel mit Trompeten, Orgel und Pauken in der Katharinenkirche Großdeuben statt. Eine Übersicht über alle noch folgenden Weihnachtskonzerte findet man auf der Website.             

Im Meißner Dom werden neben den kombinierten Führungen bis zum 6. Januar 2023 (Dreikönigstag) noch weihnachtliche Domführungen unter dem Titel „Ich steh an deiner Krippen hier“ angeboten. „Was bedeutet Weihnachten?“ - dieser Frage wird in den Führungen im Dom nachgegangen. Um jeweils 14:30 Uhr machen sich die Domführerinnen mit ihren Gästen in ca. 30 Minuten auf dem Weg durch den Dom zur Krippe. Dabei werden die weihnachtlichen Darstellungen des Doms erläutert und betrachtet.

Gottesdienste am Silvesterabend mit Rückblick und Ausblick

Zu Jahresschlussgottesdiensten und Andachten wird sachsenweit am Dienstag, 31. Dezember, zwischen dem frühen Nachmittag und dem Silvesterabend eingeladen. Bereits um 14:00 Uhr beginnt beispielsweise ein Abendmahls-gottesdienst in der Chemnitzer Jakobikirche und um 14:30 Uhr im Gemeindezentrum St. Johannis in Freiberg. Um 15:00 Uhr besteht in einem Gottesdienst in der Chemnitzer St. Petrikirche die Möglichkeit zur persönlichen Segnung.

Die meisten Gottesdienste zum Jahresabschluss beginnen um 17:00 und 18:00 Uhr, die in der Regel mit der Feier des Heiligen Abendmahls verbunden sind. So wird um 17:00 Uhr in der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz, in der Bornaer St. Marienkirche, in der Christuskirche, der Dreikönigskirche und der Markuskirche in Dresden, in der St. Georgenkirche Glauchau, in der Großenhainer Marienkirche, der Georgenkirche Flöha, der Frauenkirche Grimma, in Leipzig (u.a. Nikolaikirche), in Löbau, in Marienberg (St. Marien), der Klosterkirche in Riesa, der Zittauer Johanniskirche und dem Zwickauer Dom das Jahresende mit einem Gottesdienst abgeschlossen. Um 18:00 Uhr beginnen Gottesdienste in der Thomaskirche Leipzig und in der Dresdner Frauenkirche.

Silvesterkonzerte

Die Silvestermotette mit dem Thomanerchor in der Leipziger Thomaskirche eröffnet um 13:30 Uhr die musikalischen Gottesdienste und Vespern am Nachmittag und Abend. Um 15:00 Uhr beginnt eine Orgelvesper im Kerzenschein im Zwickauer Dom St. Marien und in Ringethal bei Mittweida wird das alte Jahr mit einem Silvesterkonzert mit Orgel und Tuba verabschiedet. Die traditionelle Silvestervesper in der Dresdner Kreuzkirche erklingt um 16:00 Uhr mit dem Dresdner Kreuzchor und der Sinfonietta Dresden unter Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann und Kreuzorganist Holger Gehring an der Orgel. Ebenfalls um diese Zeit findet ein Silvesterkonzert in der St.-Matthäi-Kirche in Leisnig statt.

Um 17:00 Uhr gibt es Konzerte in der Kirche Baalsdorf bei Leipzig, der Trinitatiskirche Chemnitz-Hilbersdorf „Mit Bach ins neue Jahr“, im Wurzener Dom, in der Schlosskirche Seußlitz mit festlichen Klängen zum Jahreswechsel mit dem Luminance Quartett sowie um 18:00 Uhr in der Versöhnungskirche Dresden-Striesen mit dem Kammerorchester der Kirchgemeinde. 

Ebenfalls um 18:00 Uhr erklingt in Chemnitz in der Kreuzkirche auf dem Kaßberg ein Silvesterkonzert mit Trompete, Flügelhorn und Orgel und in der Schlosskirche wird um 19:00 Uhr zu einem Silvesterkonzert mit Pauken und Trompeten mit Musik von Johann Sebastian Bach bis George Gershwin mit dem Trompetenensemble Conrad Wecke eingeladen. In der Michaeliskirche in Bautzen sind am 31. Dezember um 19:00 Uhr mit der Organistin Yuko Ikeda Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy zu erleben. Um 19:30 Uhr wird in der Lutherkirche in Radebeul die IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven aufgeführt.

Wiederum in Chemnitz präsentiert die capella trinitatis am Silvesterabend um 20:00 Uhr in der St. Jakobikirche weihnachtliche Musik des 17. und 18. Jahrhunderts aus Böhmen und Sachsen. Zu Konzerten und Vespern mit Orgelmusik wird um diese Zeit auch in Annaberg-Buchholz und im Dom St. Marien Zwickau eingeladen. Um 20:30 Uhr erklingt Musik für Oboe und Orgel im Kirchenraum von Aue-Bad Schlema (Schwarzenberger Str. 12). Ein „Feuerwerk für Orgel und Trompete“ ist um 21:00 Uhr in der Leipziger Thomaskirche zu erleben und zur selben Zeit erklingt in der Dresdner Kreuzkirche festliche Musik für 8 Trompeten, Pauken und Orgel. Weitere Konzerte oder musikalische Andachten zum Jahresabschluss sind um diese Zeit in der Laurentiuskirche Auerbach, der Stadtkirche Borna, in der Nicolaikirche Pulsnitz, in der Christuskirche und der Auferstehungskirche in Dresden und in St. Marien Kamenz zu erleben. Um 21:30 Uhr beginnt in der Gnadenkirche Leipzig-Wahren ein Orgelkonzert.

Um 22:00 Uhr wird zu Konzerten in der Nikolaikirche und der Taborkirche in Leipzig, der Bergkirche Beucha bei Leipzig, der St. Marienkirche in Marienberg, der Peter-Paul-Kirche Reichenbach, der St. Johanniskirche Lößnitz, der Kirche in Dresden-Briesnitz, in der Zittauer Johanniskirche, im Zwickauer Dom St. Marien sowie zu „Silvesterzauber aus vier Jahrzehnten“ im Dom zu Wurzen eingeladen.

Orgelmusik und Orgelvespern zum Jahresausklang gibt es noch um 23:00 Uhr im ostsächsischen Ebersbach, in der Nikolaikirche Löbau, in der Aegidiuskirche Lengenfeld, um 23:15 Uhr im Freiberger Dom sowie der Kirche Nassau und um 23:30 Uhr traditionell in der Leipziger Michaeliskirche und der Georgenkirche Flöha.

Neujahrstag

Der nächste Tag, Mittwoch, 1. Januar 2025, ist bestimmt von Neujahrs-gottesdiensten, die entweder zur gewohnten Zeit am Vormittag oder nachmittags stattfinden. Schon jetzt ist der Festgottesdienst zum Neujahrstag in der Dresdner Frauenkirche hervorzuheben, der ab 10:15 Uhr traditionell vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) live übertragen wird. Im Mittelpunkt des festlichen Neujahrsgottesdienstes steht die biblische Losung für das Jahr 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ (1. Thessalonicher 5,21). Predigen wird Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke. Unter der liturgischen Leitung von Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt wird der Gottesdienst musikalisch begleitet von Solisten, dem Kammerchor der Frauenkirche und dem ensemble frauenkirche dresden unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert und Prof. Martin Schmeding an der Orgel.           
Landesbischof Tobias Bilz wird am Neujahrstag in der Dresdner Kreuzkirche im Fest- und Sakramentsgottesdienst um 17:00 Uhr predigen. Die liturgische Leitung hat Superintendent Christian Behr und kirchenmusikalisch Prof. Thomas Lennartz (Orgel).

Eine Kinderhand hält eine Wunderkerze zu Silvester

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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