Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gottesdienste für Schüler und Schulanfänger


28 Aug. 2020

Befürchtungen, wie es wohl unter Pandemie-Bedingungen weitergeht

DRESDEN – Zum letzten Sommerferienwochenende und zu Beginn des neuen Schuljahres laden sächsische Kirchgemeinden Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern zu Gottesdiensten und Andachten ein. Im Mittelpunkt stehen häufig die Schulanfänger. Sie erhalten für ihren neuen Lebensabschnitt als Schulkind Segen und Zuspruch durch die Gemeinde. Viele evangelische Schulen in Sachsen beginnen das Schuljahr ebenfalls mit Gottesdiensten, die gemeinsam von Schülern, Lehrern und den örtlichen Kirchgemeinden vorbereitet werden.

So bekommen im ostsächsischen Neustadt am 29. August um 9:30 Uhr in der St. Jacobikirche 21 Schulanfänger und zwei neue Lehrerinnen der Ev. Grundschule Hochwald den Segen für ihre Schul- und Dienstzeit mit auf den Weg. In der großen Schneeberger St. Wolfgangskirche kommen am Sonntag, 30. August, „unter dem großen Himmelsbogen“ die Schulanfänger der Evangelischen Schulen der Erzgebirgsstadt in zwei Gruppen um 9:00 Uhr und 10:30 Uhr zusammen. Die Tradition jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal.

Für die 54 sächsischen Schulen in evangelischer Trägerschaft ist es eine Selbstverständlichkeit, sich als jeweilige Schulgemeinschaft zu Schuljahresbeginn unter den Segen Gottes zu stellen. Häufig sind dazu auch die Familien eingeladen.
Mit Familiengottesdiensten feiern die meisten Kirchgemeinden am ersten oder zweiten Wochenende nach dem Schulstart mit den Schülerinnen und Schülern. So laden die Kirchen am 6. September beispielsweise im mittelsächsischen Mügeln um 10:00 Uhr, in Chemnitz-Markersdorf um 11:00 Uhr oder im vogtländischen Neumark um 14:00 Uhr zu Gottesdiensten ein.

Trotz der langjährigen Tradition den Schuljahresanfang zu begleiten, ist in diesem Jahr vieles anders. Zum einen müssen weiterhin coronabedingt die Abstands- und Hygieneregeln nach den jeweils veröffentlichten Konzepten und örtlichen Bedingungen eingehalten werden, zum anderen schwingen bei vielen Schülern, Lehrern und Eltern Befürchtungen mit, wie es mit dem tagtäglichen Schulbetrieb und dem Alltag unter Pandemie-Bedingungen weitergehen wird. Gerade diese Verunsicherung wird wohl in vielen Gottesdiensten zur Sprache kommen und in den Fürbitten der Gebete aufgenommen.   

Dies betrifft auch die kirchgemeindliche Arbeit mit Kinder und Jugendlichen. Denn mit dem neuen Schuljahr beginnen eigentlich in den Kirchgemeinden entsprechende gemeindepädagogische Angebote. So sind Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse zur Christenlehre oder zu regelmäßigen Kindersamstagen eingeladen. Die Konfirmanden der siebenten und achten Klassen starten in den Konfirmandenunterricht, der in manchen Kirchgemeinden wöchentlich, in anderen Kirchgemeinden einmal im Monat an einem Wochenende stattfindet.

Die Durchführung der Kinderchor- und Kurrendearbeit steht allerdings vor erhöhten Herausforderungen, weil hier größere Abstände, eine gute Durchlüftung sowie Mund- und Nasenschutz neben weiteren ergänzenden Maßnahmen einzuhalten und umzusetzen sind. Wie bei den anderen Veranstaltungen auch, ist hier eine Dokumentation der Teilnehmenden zwecks möglicher Nachverfolgung notwendig.

Für die Gestaltung eines Gottesdienstes zum Schuljahresbeginn stellte das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS) wieder Material zur Verfügung. Es bietet eine Vorlage für den gesamten Schulanfangsgottesdienst, kann aber auch in Teilen benutzt und mit eigenen Ideen bereichert werden. Im Zentrum des Entwurfes steht die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Sie möchte den Kindern vermitteln, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu helfen und füreinander da zu sein, so die Botschaft des Diasporawerks. Die Kollekte wird für den reformierten integrativen Kindergarten in Zelów (Polen) erbeten. Dort werden Kinder mit Förderbedarf liebevoll betreut. Um dieser Aufgabe besser nachkommen zu können, wird mehr Platz benötigt. Dieser soll durch den Ausbau des Dachbodens geschaffen werden.

Spendenkonto:

IBAN: DE41 3506 0190 1641 0500 20
BIC: GENO DED1 DKD
Verwendungszweck: Kindergabe

www.gaw-sachsen.de

Die Kollekte wird für den reformierten integrativen Kindergarten in Zelów (Polen) erbeten.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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