Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Gottesdienst zur Verabschiedung von Dr. Peter Meis
01 Dez. 2018
Die Herrlichkeit Gottes bleibe inmitten der Umbrüche des Lebens
DRESDEN – Mit einem Festgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche am Abend des 30. November 2018 wurde Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis in den Ruhestand verabschiedet. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing würdigte 42 Jahre hauptamtlichen Dienst des Theologen in der sächsischen Landeskirche, der mit dem Vikariat und der Pfarrstelle im ostsächsischen Oberseifersdorf begann.
Zuvor hielt Dr. Meis die Predigt im Gottesdienst, der musikalisch von Solisten und dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden und von der Sächsischen Posaunenmission ausgestaltet wurde. „Es gibt kein Anfangen ohne aufzuhören und kein Aufhören ohne anzufangen“, verwies Dr. Meis auf Abläufe im Leben, die ganzheitlich zu sehen seien. Dabei versuche man auch, Gebrochenheit zu kitten.
Dabei gehe es darum, Menschen auszuhalten und das Leben zu bejahen. Im Aufhören liege auch häufig etwas Schönes, wie bei einem Sonnenuntergang. Grenzen würden sich ändern, aber diese Herrlichkeit des Aufbruchs bedeute auch Schwere. Mose schien die Verantwortung zu schwer, so wie uns die Verantwortung angesichts der Veränderungen als zu schwer empfunden würde, so Dr. Meis.
Neben dem Licht der Erschütterung gebe es aber auch „ein warmes Licht der guten Erfahrung“. „Wie lieblich sind die Tasten des Smartphone! Ja, man könne abhängig werden, stolpern und abstürzen, oder, eine Nachricht kann im positiven Sinne „das Herz hüpfen lassen“. Jesus wisse, wie oft wir mühselig und belastet seien. Er schenke Ruhe und erquicke im Leben. Für den Theologen bleibe die Herrlichkeit Gottes inmitten der Umbrüche des Lebens.
Nach der Entpflichtung vom Dienst als Oberlandeskirchenrat durch den Präsidenten des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, hob der Landesbischof einige Stationen aus dem Dienstleben von Dr. Meis hervor. So, dessen Wechsel vom Gemeindepfarrdienst in das Stadtjugendpfarramt Dresden und ab 1988 die Dozenten- und Professorentätigkeit in Moritzburg, bevor er 2006 das Superintendentenamt im Kirchenbezirk Dresden Mitte übernahm.
Dr. Rentzing betonte insbesondere dessen Dienst im Landeskirchenamt in den letzten sieben Jahren. In einigen Dingen sei man zwar nicht immer einig gewesen, aber es habe „keinen einzigen Augenblick gegeben, wo ich nicht wachsam und aufmerksam zugehört habe“, so der Landesbischof. In den letzten drei Jahren war Dr. Meis im Amt des Dezernenten für theologische Grundsatzfragen dessen Stellvertreter. Nach dem Gottesdienst ging es in das Haus an der Kreuzkirche zu einer Grußstunde mit zahlreichen Kollegen und Weggefährten von Dr. Meis.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.