Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gottesdienst „Segensblick" im Rahmen der Woche der Demenz


16 Sept. 2024

DRESDEN - Im Rahmen der Woche der Demenz bietet die Ev.-Luth. Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Trachau am 18. September 2024 einen Gottesdienst für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Unter dem Titel „Segensblick" wird dieser 10:00 Uhr in der Emmauskirche Dresden-Kaditz beginnen. Einmal im Quartal feiert die Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Trachau demenzsensible Gottesdienste für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen - nacheinander in jeder ihrer vier Kirchen. Und nun zusätzlich in der Woche der Demenz, welche zwischen dem 16. und  22. September datiert ist.

Die Erfahrung, dass Menschen, die sich körperlichen und geistigen Veränderungen stellen müssen, andere Gottesdienstformate brauchen, brachte Pfarrerin Annegret Lattke und Seniorenmitarbeiterin Susanne Pürthner auf die Idee, spezielle Gottesdienste für an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen anzubieten. Der Gottesdienst ist geprägt von vertrauten Klängen und Abläufen, schafft aber auch die Möglichkeit, ein Thema mit unterschiedlichen Sinnen zu erfahren. »Wir überlegen im Vorfeld, wie wir das Thema kurzweilig und »sinnlich« gestalten können. Mal gibt es etwas zum Riechen, zum Anfassen oder Spüren ... aber nie zu viel.«, beschreibt Pfarrerin Lattke die Herangehensweise. Für Angehörige soll es ein Augenblick des lnnehaltens sein, die Möglichkeit, Gedanken zu bündeln sowie die Möglichkeit, die Kraft und den Segen Gottes zu erbitten. Ein weiterer Aspekt dieser Gottesdienste ist der Austausch mit anderen Menschen.

Die Woche der Demenz, die in diesem Jahr unter dem Motto »Demenz - Gemeinsam. Mutig. Leben.« steht, beginnt immer am Montag der Woche, in der der Welt-Alzheimertag (21. September) begangen wird. Beides soll auf die Herausforderungen im Rahmen einer Demenz-Erkrankung aufmerksam machen und dass ihr gemeinsam begegnet werden muss - als Familie, im Freundeskreis, als Gesellschaft. Auch in Deutschland geht es darum, die Öffentlichkeit für die Situation der rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu sensibilisieren.

Seelsorge im Alter

Foto: Carolin Horbank
© Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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