Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„GOOD GOD“ leuchtet über Kulturhauptstadt 2025


06 Feb. 2025

Lewandowskys Lichtkunstwerk leuchtet von der Chemnitzer Schlosskirche

CHEMNITZ - Seit dem 16. Januar 2025 ziert das Lichtkunstwerk „GOOD GOD“ des Berliner Künstlers Via Lewandowsky den Turm der Schlosskirche Chemnitz. Die eindrucksvolle und markante Neoninstallation strahlt weit in die Stadt hinein. Das Werk thematisiert auf kunstvolle Art und Weise die Spannung zwischen Glauben, Zweifel und gesellschaftlichen Fragestellungen.

Ein faszinierendes Spiel zwischen Licht und Bedeutung „GOOD GOD“ besteht aus vier Neonbuchstaben, die das Wort „GOOD“ bilden. Das Licht des zweiten „O“ wird dabei durch einen Zufallsgenerator in unterschiedlichen Intervallen gelöscht, so dass immer wieder das Wort „GOD“ entsteht. Dieses Spiel mit dem Licht fordert die Wahrnehmung der Betrachter heraus und regt zu tiefgehenden Überlegungen an:

Was bedeutet „gut“? Was ist „Gott“? Ist Gott wirklich „gut“? Die Installation regt somit mit ihrer ständigen Veränderung zum Nachdenken an und stellt die hochaktuelle Frage, ob der Begriff „Gott“ noch die gleiche Bedeutung hat, wie er es in der Vergangenheit hatte. Das Kunstwerk fordert damit sowohl Gläubige als auch Skeptiker heraus, über den eigenen Glauben, die eigene Weltanschauung und die Gesellschaft zu reflektieren.

Über das Kunstwerk

Erstmals vorgestellt wurde das Kunstwerk 2018 in St. Marien in Osnabrück, bevor es 2019 zwischen den Türmen des Bamberger Doms und 2020 als Fastentuch im Innsbrucker Dom in der Passionszeit zu erleben war. Diese bisherigen Präsentationen haben das Kunstwerk zu einem bekannten Symbol für die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen und gesellschaftlichen Reflexionen gemacht.

Nun ist es erstmals in Chemnitz zu sehen und wird das Stadtbild nachhaltig prägen. “GOOD GOD” ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Es lädt die Besucherinnen und Besucher ein, sich mit den großen Fragenunserer Zeit auseinanderzusetzen und in den Dialog mit der Kunst zu treten. In Chemnitz wird das Projekt unter anderem gefördert vom Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e. V. München.

Über den Künstler

Via Lewandowsky, geboren 1964 in Dresden, gehört zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation. Seit seiner Flucht aus der DDR im Jahr 1989 hat er weltweit ausgestellt, unter anderem in Städten wie Detroit, Paris, Rom und Tokio. Lewandowskys Arbeiten beschäftigen sich oft mit den Themen Licht, Sprache und der Beziehung von Menschen zu spirituellen und gesellschaftlichen Fragen. 2018 schuf er das Kunstwerk „GOOD GOD“.

Hinweis: „Zaubertassen“ der Kulturkirche jetzt erhältlich

Neben dem Sichtbaren als Lichtkunstwerk an der Schlosskirche wird die Kulturkirche 2025 in Form von Trinktassen buchstäblich greifbar. Beim Neujahrsempfang wurden die Tassen erstmals vorgestellt, nun sind sie für alle Interessierten erhältlich: die „Zaubertassen“, die das erste offizielle Merchandise der Kulturkirche 2025 darstellen und auf besondere Art und Weise Unsichtbares sichtbar werden lassen.

Die Tassen verändern ihr Design, sobald sie mit einem heißen Getränk gefüllt werden. Erst dann wird sichtbar, was zuvor verborgen war – in diesem Fall das Logo der Kulturkirche 2025. Ganz im Sinne des Mottos der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025, “C the unseen”, das dazu einlädt, das Ungesehene und Verborgene zu entdecken. Die Zaubertassen sind für 12 Euro pro Stück an folgenden Standorten erhältlich:

  • Pfarrbüro Propstei St. Johannes Nepomuk (Hohe Straße 1, 09112 Chemnitz) Öffnungszeiten: Dienstag: 14:30 – 17:30 Uhr Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr Donnerstag: 09:00 – 11:30 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
  • Superintendentur des Kirchenbezirks Chemnitz (Theaterstraße 25, 09111 Chemnitz) Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag: 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr mittwochs geschlossen

Ein kurzes Video, um einen Eindruck von den Tassen zu bekommen: Ungesehenes wird sichtbar – Unsere „Zaubertassen“ – KulturKirche2025 

Sonntags besondere Gottesdienste am PurplePath

Die Kulturkirche 2025 ist sichtbar, greifbar und in zahlreichen Veranstaltungen erlebbar. In dem Projekt "Sonntagskultur“ verbindet jeden Sonntag mindestens eine Kirche entlang des Purple Path ein Thema der Kulturhauptstadt mit Tradition und Spiritualität des kirchlichen Lebens der Region.

Auch die großen Schwerpunktgottesdienste laden zu Glaubenserfahrungen und Gemeinschaft in großen und in kleinen Kirchen ein. So entsteht eine vielfältige Sonntagskultur zwischen schlichter Anbetung und großen Feiern. Einen Schwerpunkt wird dabei die Kirchenmusik in ihrer Vielfalt einnehmen.

Zunächst lädt am 9. Februar um 10:30 Uhr die Internationale Gemeinde in Chemnitz zum Gottesdienst in Englisch und auf Deutsch mit anschließendem Mittagessen ein. (Anmeldung)
In der Chemnitzer Trinitatiskirche gibt es am 2. März um 17:00 Uhr unter dem Titel „Profi l“ einen Gottesdienst für Neugierige und Interessierte und am 16. März ist die Landeskirchliche Gemeinschaft am Lutherplatz um 9:30 Uhr Gastgeberin eines Gottesdienstes.

Den Blick von weither auf die Kulturkirche 2025 im Chemnitzer Kulturhauptstadtjahr ermöglicht ein ZDF-Fernsehgottesdienst am 23. März um 9:30 Uhr aus der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi. Der evangelische Gottesdienst steht unter der Überschrift „Das Ungesehene sehen“ mit den Pfarrerinnen Dorothee Lücke und Cornelia Henze. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen des Kammerchors der Chemnitzer Kreuzkirche unter der Leitung von Kantor Steffen Walther, der auch die Orgel spielt.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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