Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Glaube, Tradition und Zukunft


23 Sept. 2025

Gottesdienst verbindet Handwerk, Kirche und Gesellschaft

CHEMNITZ – Unter dem Leitwort der Jahreslosung „Prüft alles und behaltet das Gute!“  (Thessalonicher 5, 21) laden Kirche, Handwerk und die Kulturhauptstadt Europas am 28. September 2025 um 11:00 Uhr zum Sächsischen Handwerkergottesdienst in die Chemnitzer St. Petri-Kirche ein.

Landesbischof Tobias Bilz hält die Predigt, die liturgische Leitung übernimmt Superintendent Frank Manneschmidt. Für die musikalische Gestaltung sorgen der Chemnitzer Bläserkreis sowie Kirchenmusikdirektor Siegfried Petri an der Orgel.

Eine Besonderheit dieses Gottesdienstes wird der Einzug der sächsischen Handwerksinnungen mit ihren Innungsfahnen sein. Im Rahmen des Gottesdienstes findet auch die feierliche Indienstnahme der neuen Innungsfahne der Dachdeckerinnung Chemnitz statt.

Landesbischof Tobias Bilz betont: „Der Sächsische Handwerkergottesdienst 2025 richtet sich an alle – ob aus dem Handwerk, aus Kirche oder Stadt, aus Chemnitz oder von weiter her. Alle sind eingeladen, sich von der Kraft des Glaubens und der Gemeinschaft stärken zu lassen.“

„Die Verbindung zwischen Kirche und Handwerk hat eine lange und bedeutende Tradition. Sie steht für Gemeinschaft, soziales Engagement, Leidenschaft und Zuversicht Werte, die in einer sich wandelnden Gesellschaft nichts an Aktualität verloren haben“, sagt Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz.   

„In diesem besonderen Jahr, in dem Chemnitz den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ trägt, wird der Handwerkergottesdienst an diesem symbolträchtigen Ort gefeiert“, erläutert Michael Seimer, der in der sächsischen Landeskirche den Arbeitsbereich „Handwerk und Kirche“ leitet und den Gottesdienst zusammen mit der Handwerkskammer vorbereitet hat. „Ziel ist es, eine Brücke zu schlagen: zwischen Stadt- und Kirchengemeinschaft, zwischen Tradition und Zukunft, zwischen dem gelebten Glauben und der kreativen, beständigen Kraft des Handwerks.“

Auch an die jungen Besucherinnen und Besucher ist gedacht: Parallel zum Hauptgottesdienst wird ein kindgerechter Gottesdienst im Hotel Chemnitzer Hof angeboten, in dem biblische Themen altersgerecht und kreativ erlebbar werden.

Innungszeichen in einem Handwerkergottesdienst

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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