Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Georg Zimmermann neuer Landesjugendpfarrer


14 Jan. 2019

Vertrauen in ehrenamtliche Mitarbeit von großer Bedeutung

DRESDEN - Die Landesjugendkammer, das oberste Gremium der Evangelischen Jugend in Sachsen, hat auf einer Sondertagung am 12. Januar 2019 Georg Zimmermann zum neuen Landesjugendpfarrer gewählt. Die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche hat einer Berufung von Georg Zimmermann zum Landesjugendpfarrer zugestimmt.

Georg Zimmermann ist derzeit Stadtjugendpfarrer im Stadtjugendpfarramt Dresden und seit dem 1. Januar amtierender Landesjugendpfarrer in Vertretung des seit Januar 2019 ins Landeskirchenamt berufenen früheren Landesjugendpfarrers Tobias Bilz.

Der 48-jährige ist Vater von fünf Kindern und lebt mit seiner Familie in Dresden. In Meerane geboren, zog Georg Zimmermann 1986 nach Dresden und studierte nach einer Lehre zum Werkzeugmacher im Sachsenwerk Dresden und dem Zivildienst im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt Theologie an der Kirchlichen Hochschule Leipzig, der Universität Leipzig und der Universität Heidelberg. In dieser Zeit wurde er Gründungsmitglied des wiedergegründeten CVJM in Leipzig und engagierte sich dort ehrenamtlich u.a. in der kirchlichen Singearbeit.

Von 1998 bis 2000 absolvierte er sein Vikariat im Predigerseminar Leipzig, in Leipzig-Lützschena und Leipzig-Möckern sowie ein Praktikum in der Jugendarbeit im Jugendpfarramt Chemnitz.

Im September 2000 wurde Georg Zimmermann Gemeindepfarrer im Ev.-Luth. Kirchspiel Frauenstein im damaligen Kirchenbezirk Dippoldiswalde. Hier begleitete er die Junge Gemeinde im „Häusl“ Hermsdorf und initiierte das missiofonds-Projekt „Lichtblick“, das den Aufbau einer kontinuierlichen Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt der aktiven Beteiligung Jugendlicher zum Ziel hatte. Neben seiner Arbeit als Gemeindepfarrer wurde er 2003 nebenamtlicher Jugendpfarrer im Kirchenbezirk und gründete im Rahmen dieser Aufgabe ein Büro für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Seit September 2008 ist Zimmermann Stadtjugendpfarrer in Dresden und leitet in dieser Funktion das Stadtjugendpfarramt. Er vertritt die Evangelische Jugend Dresden innerhalb der Landeskirche und des Jugendverbandes sowie arbeitet auf kommunaler Ebene im Jugendhilfeausschuss mit.

Schwerpunkte seiner Arbeit in den letzten Jahren waren die Weiterentwicklung der Konfirmandenarbeit mit dem Blick auf die Ausbildung von Teamerinnen und Teamern als ehrenamtlich Mitarbeitende, die Etablierung der Schulsozialarbeit an öffentlichen Schulen und der Ausbau der Trinitatiskirchruine in Dresden-Johannstadt zu einer Jugendkirche.

Georg Zimmermann habe „mit großer Freude“ das Wahlergebnis und die Wahl gegenüber der Vorsitzenden der Landesjugendkammer, Stephanie Golde, angenommen. In seinem Vortrag als Kandidat für das Amt des Landesjugendpfarrers hatte er in Auseinandersetzung mit der Leitlinie 15 der Evangelischen Jugend in Sachsen dargelegt, welche Faktoren für eine gelingende Teamarbeit wichtig sind. Mit seinen Erfahrungen aus der eigenen ehren- und hauptamtlichen Arbeit stellte er zusammenfassend fest, dass erfahrenes Vertrauen für Ehrenamtliche von größter Bedeutung ist und die aktive Mitarbeit immer auch Identifikation schafft.

Auf die Frage, was ihm bei der Weiterentwicklung der evangelischen Jugendarbeit in Sachsen besonders wichtig sei, antwortete er: „Ich wünsche mir, dass Jugendverbandsarbeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und Unterstützung erfährt. Sie leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für den Zusammenhalt in Gesellschaft und Kirche. Wenn Jugendliche die Erfahrung machen, dass sie beteiligt werden und miteinander etwas bewegen können, wird sich ihr Engagement später auf weitere Bereiche ausdehnen. Der Glaube an einen Gott, der Menschen hoffen, lieben und vertrauen lässt, ist dabei Motivation und Motor.“

Die Amtszeit des Landesjugendpfarrers beträgt sechs Jahre. Wann Georg Zimmermann in sein Amt eingeführt und die Arbeit als Landesjugendpfarrer aufnehmen wird, soll in Absprache mit dem Landeskirchenamt demnächst festgelegt warden.

Zukünftiger Landesjugendpfarrer Georg Zimmermann

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite