Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Geld-Spende an Notfallseelsorge
28 Jan. 2023
Vor Weihnachten wurde die Spende von 700 Euro angekündigt
GROSSENHAIN - Mitarbeitende des Diakonischen Werkes Meißen und des Deutschen Roten Kreuzes trafen sich am 25. Januar 2023 auf dem Gelände der Großenhainer Tobias Prometall GmbH & Co. KG, um eine Spende in Höhe von 700 Euro entgegenzunehmen. „Die Arbeit der Notfallseelsorge ist keine Selbstverständlichkeit. Die Mitarbeitenden machen das ehrenamtlich, das verdient nicht nur unsere Anerkennung. Insofern möchten wir das Team mit neuen Rucksäcken unterstützen“, so die Geschäftsführer Johannes Männel und Robert Kiank.
Kommt es zu Krisensituationen und Einsätzen von Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen, sind die 34 Mitarbeitenden der Notfallseelsorge, Krisenintervention und Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) an vorderster Front dabei. Zuletzt Anfang Januar bei einem Vorfall an der Oberschule „Am Merzdorfer Park“ in Riesa. Ihre Arbeit basiert auf freiwilligem Engagement. Die Spende hilft daher umso mehr, aktuelle Bedarfe zu decken und neue Vorhaben in die Tat umzusetzen.
„Momentan suchen wir nach Möglichkeiten, um unser Team mit neuer professioneller Ausrüstung auszustatten. Von der Spende können wir etwa zehn Rucksäcke finanzieren. Weiterhin geht es auch darum, uns inhaltlich zu stärken. Fortbildungen zum Thema Trauerbegleitung, auch im interkulturellen Kontext, sind für uns interessant. In diesem Sinne danken wir für die Anerkennung und finanzielle Unterstützung durch die Firma Tobias Prometall“, erklären Daniela Jander-Vanselow und Michael Thamm von der Diakonie Meißen.
„Bei unserem Einsatz im Ahrtal hat sich nochmals gezeigt, wie elementar gutes Equipment ist. Das hilft uns Mitarbeitenden, mehr noch aber den Menschen, für die wir da sind. Ich bin sehr dankbar für die Spende und freue mich, dass die erfolgreiche Kooperation zwischen Deutschem Roten Kreuz und Diakonie Meißen, die seit 2015 besteht, gewürdigt wird“, sagt Nicole Riethausen vom Deutschen Roten Kreuz.
2022 gab es insgesamt 134 Einsätze im Landkreis Meißen sowie Amtshilfe in Dresden und beim Brand in der Sächsischen Schweiz. Das Team mit seinen 34 Mitgliedern steht für 365 Tage von 7:00 bis 19:00 Uhr und von 19:00 – 7:00 Uhr ehrenamtlich dem Landkreis Meißen zur Verfügung.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.