Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gedenken an die Deportation der Deutschen in der Sowjetunion vor 80 Jahren


26 Aug. 2021

DRESDEN – Mit Gottesdiensten in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Magdeburg gedenken am 28. und 29. August 2021 die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion vor 80 Jahren. Am 28. August 1941 erließ der Oberste Sowjet den Erlass, auf Grund dessen die Deutschen in der Wolga-Republik nach Sibirien und Zentralasien deportiert wurden. Dieses Datum ist in das kollektive Gedächtnis der Deutschen aus Russland eingetragen, denn damit begann die Leidensgeschichte dieser Volksgruppe. Tausende Menschen starben unter den harten Bedingungen in den Arbeitslagern der sogenannten Trud-Armee (Arbeitsarmee). Erst nach dem Tod Stalins 1953 endete die Verbannung. In die alte Heimat an der Wolga durften die Russlanddeutschen jedoch nicht zurückkehren. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion kamen über 2,5 Millionen Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler nach Deutschland.

Im Grußwort der beiden Landesbischöfe Tobias Bilz und Friedrich Kramer an die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher heißt es: „Unsere Gedanken und Gebete begleiten Sie besonders an diesem Tag. Gottesdienste zum Gedenken an die Ereignisse vor 80 Jahren und ihre Folgen geben Raum zur Trauer und zur Klage. Gleichzeitig erinnern sie daran, dass für viele Menschen damals und heute der Glaube eine wichtige Kraftquelle war und ist, Leiden zu bewältigen und zu überleben“.

Das Datum des 28. August 1941 markiert die traumatische Erfahrung eines gnadenlosen und unbarmherzigen Umgangs miteinander, weshalb die Gottesdienste unter dem Motto der Jahreslosung „Seid barmherzig“ (Lukas 6,36) stehen.

Zu folgenden Gottesdiensten wird eingeladen:

  • Dresden: Heilandskirche, 28. August 2021, 14.00 Uhr, Predigt: OLKR Dr. Thilo Daniel
  • Leipzig: Nikolaikirche, 28. August 2021, 14.00 Uhr, Predigt: OKR Friedemann Oehme
  • Chemnitz: Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindezentrum, 29. August 2021, 14.30 Uhr, Predigt: Pfarrer Alexander Felchle
  • Magdeburg: Wallonerkirche, 29. August 2021, 10.00 Uhr, Predigt: Pfarrerin Cordula Haase

Weitere Informationen zu den Gottesdiensten in diesem Jahr, das Grußwort von Landesbischof Tobias Bilz und Landesbischof Friedrich Kramer sowie Informationen zu den Begegnungstagen für Aussiedler finden Sie hier

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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