Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Gebete für die Einheit der Christen


16 Jan. 2019

Allianz-Gebetswoche, Ökumenische Gebetswoche und Bibelwoche

DRESDEN - Mit Beginn des neuen Jahres und bis in die Passionszeit hinein befassen sich Christen unterschiedlicher Konfession verstärkt mit der Bibel und dem Gebet. Auch in sächsischen Kirchgemeinden prägen Gebets- und Bibelwochen die Zeit bis zum Osterfest. Derzeit findet die am 13. Januar begonnene internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz statt. In zahlreichen Gemeinden der Landeskirche, des Gemeinschaftsverbandes und der Freikirchen wird zu gemeinsamen, meist im räumlichen Wechsel, täglichen Abendveranstaltungen eingeladen. Die diesjährige Gebetswoche steht unter dem Motto „Einheit leben lernen“ und wird am 20. Januar häufig mit einem Abendmahlsgottesdienst abgeschlossen.

Zum Ende der Allianzgebetswoche beginnt die Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen, die auf eine über 100-jährige Geschichte zurückschaut. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr vom 18. bis 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert. Das diesjährige Thema der Gebetswoche bis zum so genannten Ökumenischen Bibelsonntag am 27. Januar nimmt Bezug auf das alttestamentliche Bibelwort „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen“ (Deuteronomium/5 Mose 16,20a). Die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2019 wurde von Gläubigen aus Indonesien vorbereitet.

Die Meditationen für die acht Tage und der Gottesdienst stellen das gewählte Thema in den Mittelpunkt. Zur Vertiefung der Reflexion über Einheit und Gerechtigkeit wurden die Themen der einzelnen Tage bewusst so ausgewählt, dass sie jeweils einen Aspekt des Ringens um Gerechtigkeit illustrieren.
Die Kollekte der Gebetswoche ist in diesem Jahr für drei soziale Projekte in drei Ländern bestimmt. In Griechenland soll die soziale Inklusion von Roma-Jugendlichen und in Ägypten die berufliche Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung unterstützt werden sowie in Guatemala die Lebensbedingungen und Rechte für die indigene Bevölkerung verbessert werden.

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen hat eine zentrale Bedeutung für die geistliche Verbundenheit der Kirchen und verbindet über alle Grenzen hinweg Konfessionen und Kulturen. Seit 1968 werden die jährlichen Themen und Texte von einer gemeinsamen Kommission der Römisch-katholischen Kirche und Ökumenischen Rates der Kirchen erarbeitet. Als Vorlage dient ein Entwurf, der jedes Jahr aus einem anderen Land stammt und ein biblisches Leitthema in den Mittelpunkt stellt.
Im September letzten Jahr wurde seitens des Landeskirchenamtes auf die Gebetswoche, das diesjährige Anliegen, die Situation der Christen in Indonesien sowie auf das bereit gestellte Material für die Gemeindearbeit hingewiesen.

Parallel zur Gebetswoche und auf den Bibelsonntag Ende Januar bezogen, laden ebenfalls zahlreiche Kirchgemeinden zur Ökumenischen Bibelwoche ein. In der Bibelwoche dreht sich alles um den Philipperbrief des Paulus. Dieser neutestamentliche Bericht besticht durch seine Themenvielfalt: Verfolgung und Freude, Liebe und Gemeinschaft, christliche Gesinnung, Furcht und Vertrauen, Geben und Nehmen, irdisches Wirken und himmlische Heimat. Unter dem Titel „Mit Paulus glauben“ begibt sich die Bibelwoche auf eine Reise durch den Philipperbrief, in dem auch die persönlichen und emotionalen Seiten seines Verfassers erkennbar werden. Das veröffentlichte Material wird von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste, der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart und dem Katholischen Bibelwerk Stuttgart herausgegeben.

www.oekumene-ack.de/themen/geistliche-oekumene/gebetswoche/2019/

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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