Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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GAW-Projektkatalog 2024 erfüllt
29 Dez. 2024
Insgesamt 2,4 Millionen Euro Hilfen für Partnerkirchen weltweit
LEIPZIG - Das Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der EKD (GAW) kann seine Spendenzusagen an die Partnerkirchen für das Jahr 2024 erfüllen. Das GAW hat seine Partnerkirchen weltweit mit über 2,4 Millionen Euro unterstützt. Trotz zahlreicher Krisen, wie den Kriegen in der Ukraine, im Libanon und in Syrien sowie den verheerenden Überschwemmungen in verschiedenen Regionen, die zusätzliche Hilfe nötig machten, konnte das GAW seine Spendenzusagen an Partnerkirchen in Höhe von 1,9 Millionen Euro erfüllen. Für 2025 werden 113 Vorhaben im neuen Projektkatalog aufgeführt. Das GAW Sachsen hat sechs Leitprojekte ausgewählt, für deren Unterstützung besonders geworben wird.
Im Schwerpunkt der Hilfe standen einerseits die Unterstützung beim Erhalt kirchlicher Gebäude im Fokus. Energetische Sanierungen wurden gefördert, um Energiekosten zu senken und den Klimaschutz zu unterstützen. Zum anderen galt es mit Not- und Sonderhilfen auf die verheerenden Überschwemmungen in Spanien, Tschechien, Polen, Österreich und Brasilien zu reagieren. So unterstützte das GAW die Partnerkirchen beim Wiederaufbau von Gebäuden vom Pfarrhaus bis zum Kindergarten. „In Krisenzeiten sind die Partnerkirchen des GAW mit ihren Netzwerken und Hilfsstrukturen immens wichtig und verlässliche Helfer in der Not“, sagt Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des GAW.
Aus diesem Grund wurde auch die humanitäre Hilfe für Partnerkirchen in den Kriegsgebieten Libanon, Syrien und Ukraine fortgesetzt und intensiviert. In der Ukraine unterstützte das GAW beispielsweise die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge. Durch die Kindergabe des GAW wurden zwei lutherische Gemeinden im Gebiet Odessa gefördert, die schulische Nachhilfe an benachteiligte Kinder erteilen. Die Reformierte Kirche in Transkarpatien konnte aus Spenden der GAW-Konfigabe zum Schulanfang 900 Rucksäcke mit Heften, Stiften und Büchern für bedürftige Kinder bereitstellen.
Insbesondere durch die aktuelle Lage in Syrien fällt der Blick erneut auf die Situation der christlichen Minderheit im Bürgerkriegsland. Gerade die Gemeinde in Aleppo wurde in schwierigen Zeiten unterstützt. Pfarrer Haroutune Selimian, Präsident der Armenisch-Evangelischen Gemeinden in Syrien (Aleppo) bittet: „Gott, Wir legen die Zukunft Syriens in Deine Hände und beten für eine Nation, in der alle Menschen – Christen, Muslime und andere – in Harmonie leben.“
Zwei Gebete für die friedliche Zukunft in Syrien
Zur weiteren Stärkung der Kirchengemeinschaft fanden Anfang Juni in Frankfurt/Oder (Deutschland) und Słubice (Polen) die „Christlichen Begegnungstage“ statt. „Gerade in Zeichen der Polarisierungen und Abgrenzungen ist es sehr wichtig, dass evangelische Christen Zeichen der Kirchengemeinschaft und des gemeinsamen Dialogs setzen,“ so GAW-Generalsekretär Haaks. Das GAW unterstützte dieses wichtige Treffen, um die Kirchengemeinschaft in Mittel- und Osteuropa zu stärken.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.