Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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GAW-Projektkatalog 2023 erfüllt
26 Dez. 2023
Bereits 2,7 Millionen Euro Hilfen für Partnerkirchen
LEIPZIG - Das Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der EKD (GAW) kann seine Spendenzusagen an die Partnerkirchen für das Jahr 2023 erfüllen und die insgesamt 119 Projekte im Projektkatalog 2023 mit 1,9 Millionen Euro unterstützen. Mit zusätzlichen Not- und Katastrophenhilfen erhielten die Partnerkirchen in diesem Jahr bereits 2,7 Millionen Euro Spenden. Projektkatalog für 2024 vorgestellt.
„Wir danken allen, die geholfen haben, die vielfältigen Projekte in unseren Partnerkirchen zu realisieren. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr den Opfern des Erdbebens in Syrien und den aus ihrer historischen Heimat Arzach (Bergkarabach) vertriebenen Armeniern, die jetzt in Armenien in Notunterkünften leben“, sagt Enno Haaks, Generalsekretär des GAW. „Zugleich versuchen wir weiterhin, die Not in der Ukraine zu lindern. Ein besonderer Lichtblick in diesem Jahr war der Traktor mit verschiedenen Anbaugeräten, den wir der Reformierten Kirche in Transkarpatien zur Verfügung stellen konnten. Dort sorgt er bereits für die Ernährungssicherheit der Landbevölkerung und Flüchtlinge.“
Sándor Zán Fábián, Bischof der Reformierten Kirche in Transkarpatien (Ukraine): „Dank dem neuen Traktor konnten mehr Landwirte ihre Herbstsaaten vor der Regenzeit ausbringen. Die leistungsstarken Maschinen sind wichtig, weil es aufgrund des Krieges an männlichen Arbeitskräften mangelt. Trotz des Krieges versuchen wir, Arbeitsplätze zu erhalten, Nahrungsmittel zu produzieren und Familien zu helfen. Wir sind dem GAW dankbar für die Unterstützung der Zivilbevölkerung.“
Gustav-Adolf-Werk e.V. ist das Diasporawerk der EKD und nimmt im Zusammenwirken mit der EKD, ihren Gliedkirchen und Gemeinden die besondere Verantwortung für den Dienst in der Diaspora wahr. Die Arbeit wird von bundesweit 21 Hauptgruppen und 19 Frauengruppen getragen. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u.a. Jährlich werden verschiedene Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.
Weihnachtsgruß des GAW
Liebe Schwestern und Brüder, die Sie der Arbeit des GAW verbunden sind,
wer vom estnischen Elva aus in Richtung Osten fährt, erreicht bald die Grenze zu Russland. Nach dem russischen Überfall auf den ukrainischen Nachbarn am 24. Februar 2022 schauen die Menschen in Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen und anderen Ländern besorgt nach Osten: Wird es bei dem Angriff auf die Ukraine bleiben oder ist eine weitere Aggression zu befürchten?
Wenn sich die evangelisch-lutherische Gemeinde von Elva in ihrer kleinen Kirche zum Gottesdienst versammelt und den Blick nach Osten richtet, sieht sie über dem Altar ihr Weihnachtsfenster: In der Krippe liegt der vom Himmel herabgekommene Friedefürst, vor dem die Mächtigen und Klugen dieser Welt ihre Knie beugen. In diesen bedrohlichen Zeiten weckt und stärkt dieses Bild in besonderer Weise die christliche Hoffnung nicht nur der Geschwister in Elva: Krieg und Gewalt – in der Ukraine, in Israel und Palästina, in Syrien und an so vielen anderen Kriegsschauplätzen dieser Welt – werden ein Ende nehmen.
Möge das Christfest unsere Hoffnung auf Frieden für die ganze Erde stärken und möge diese Hoffnung uns durch das neue Jahr tragen.
Haben Sie vielen Dank für alle Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr!
Martin Dutzmann, Präsident des GAW,
Enno Haaks, Generalsekretär des GAW, und
Inge Rühl, Vorsitzende der GAW-Frauenarbeit
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.