Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Für Leib und Seele im Dresdner Haus der Kirche


29 März 2020

Das Angebot trifft auf Interesse und Dankbarkeit der Kundschaft

DRESDEN – Das Haus der Kirche (Dreikönigskirche) in der Dresdner Neustadt ist eine Kirche auf dem Wege. Trotz Corona-Krise hält es seine Türen zwischen 11:00 und 14:00 Uhr an der dortigen Hauptstraße offen, um Menschen mit Essen zu versorgen oder einen Besuch im Kirchraum zu ermöglichen. Ein Seelsorger steht in dieser Zeit für Gespräche zur Verfügung. Trotz Ausgangsbeschränkung und Versammlungsverbot gehen Menschen ihrer Arbeit nach, vertreten sich mittags die Beine oder steuern gezielt einen Raum an, der ihren aufgewühlten Gedanken dieser Tage Orientierung bietet.

Die Mitarbeitenden im großen Kirchengebäude mit integriertem Tagungszentrum, Café und Ausstellungsräumen spüren nun in doppelter Hinsicht die einschränkenden Folgen der Epidemie. Im Kirchraum können derzeit keine Gottesdienste oder Konzerte stattfinden und das Haus fällt als Veranstalter für Tagungen, Ausstellungen und Themenabende komplett aus. „Das Veranstaltungsgeschäft ruht“, beschreibt  Geschäftsführerin Kerstin Hörster knapp die Situation. Trotzdem habe man sich zusammen mit den Mitarbeitenden auf ein Konzept geeinigt, das Menschen in der Mittagszeitzeit einen Anlaufpunkt bietet und den Beschäftigten im Haus eine Perspektive.

So gibt es seit letzter Woche eine Sonderregelung mit der verschärften Auflage von Hygieneregeln, dass die Essenversorgung primär nicht mehr für die Mahlzeit an den Tischen, sondern über die Ausgabe von Essen in Transportboxen erfolgt. Sie verweist auf das Interesse und die Dankbarkeit der Kunden. „So hat sich die Kundschaft aus verständlichen Gründen um ein Drittel reduziert, aber wieder mit leicht steigender Tendenz“, resümiert Hörster.

Auf dem einen Treppenweg gehe es zur Essenausgabe und auf dem anderen Weg wieder nach draußen, um die Begegnung zu minimieren. Die Menschen zeigten sich gegenüber dem Küchenpersonal dankbar für eine warme Mahlzeit, so die Geschäftsführerin. Das sei für alle motivierend. Daher möchte sie nicht in Traurigkeit verfallen, sondern vielmehr Menschen auf dem Wege Räume für ihr seelisches und leibliches Wohl offen halten.

Eingang zum Haus der Kirche geöffnet
Kennzeichnung auf dem Boden vor der Essenausgabe

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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